2017 M10 21 - 16:31 Uhr

Zahl steigt

Es passiert ständig und es passiert immer öfter. Schwere Unfälle mit Carsharing-Autos. Sind die Fahrer zu schnell unterwegs, weil sie Geld sparen wollen? Oder ist die Hemmschwelle, Gas zu geben, niedriger, weil es nicht das eigene Auto ist?

Experte: "Im Zweifel ist ihnen das Auto egal"

carsharing unfall
Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit Carsharing-Autos.

Wer die Begriffe 'Carsharing' und 'Unfall' in eine geläufige Internet-Suchmaschine eingibt, erhält haufenweise neue Treffer. "Höchste Zeit die Carsharing-Raser auszubremsen", fordert der 'Tagesspiegel' am 21. Oktober. "Betrunken, zu schnell, tödlich – Crash mit Carsharing-Autos", lautet eine Schlagzeile der 'Berliner Morgenpost' vom 19. Oktober. "Carsharing-Auto mit drei Insassen überschlägt sich", heißt es am 15. Oktober beim 'Focus'. Am gleichen Tag veröffentlicht die 'Bild'-Zeitung einen Kommentar: "Horror-Crash mit Leihwagen – Ihr Carsharing-Raser seid die Hölle!"

Woran mag es liegen, dass die Vorfälle derart zugenommen haben? Für Unfallforscher Siegfried Brockmann wirken mehrere Faktoren zusammen: zeitbasierte Modelle (je kürzer die Mietdauer, desto günstiger das Auto), die Fahrer kennen ihr Auto nicht, und: "Im Zweifel ist ihnen das Auto auch egal." In unserem Video erfahren Sie, was die Anbieter zu dem Thema sagen und was mögliche Ansätze sein könnten, die Zahl derartiger Unfälle zu senken.