Immer mysteriöser: Hat sie sich ihre eigene Entführung nur ausgedacht?

Es gibt Zweifel an der Version des Models Chloe Ayling. (Foto: Instagram)
Es gibt Zweifel an der Version des Models Chloe Ayling. (Foto: Instagram)

18. August 2017 - 16:24 Uhr

Alles nur eine Erfindung, um berühmt zu werden?

Ein Model wird auf einem Foto-Shooting verschleppt, soll im Internet als Sex-Sklavin versteigert werden. Und kommt nur durch viel Glück frei. Das ist zumindest eine Version der Geschichte, denn jetzt mehren sich die Zweifel.

Britische Polizei ermittelt

Milano 05/08/2017, Young British model kidnapped and drugged in Milan before abductor tries to sell her on 'deep web' for 300,000 eu
Hier soll das Model gefangen gehalten worden sein.
© Splash News

Hat es tatsächlich ein Verbrechen gegeben? Laut der britischen 'Daily Mail' ermittelt die Polizei inzwischen, ob Chloe Ayling und ihr angeblicher Entführer Lukasz Herba möglicherweise unter eine Decke stecken.

Skeptisch wurden die Beamten wohl, weil das Model behauptet, sie sei für ein Fotoshooting nach Mailand gelockt worden. Dort sei sie dann unter Drogen gesetzt und betäubt worden. Doch bei der Agentur des Models gibt es wohl keine Hinweise auf ein solches Fotoshooting.

Auffällig sei auch, dass das Model mit seinem angeblichen Entführer Schuhe kaufen war und dann anstatt zu fliehen, mit ihm wieder in das Bauernhaus zurückkehrte, in dem sie gefangen gehalten wurde. Die 20-jährige Chloe Ayling gibt an, sie habe Angst um ihr Leben gehabt. Die Polizei zweifelt jedoch Teile ihrer Aussage an.

Mutmaßlicher Entführer versuchte, Story an Zeitung zu verkaufen

Mehr als ungeschickt auch: Der mutmaßliche Entführer, ein 30-jähriger Pole, wurde bei der Übergabe des Models im britischen Konsulat in Mailand festgenommen. Er soll angegeben haben, zu einer Gruppe namens Black Death zu gehören, die Sex-Sklaven im Internet verkaufe. Offenbar hat er zudem versucht, schon während der Entführung die ganze Geschichte einer Boulevardzeitung zu verkaufen. Zugleich sei versucht worden, vom Agenten des Models 300.000 Dollar zu erpressen. Schließlich habe er aber das Model laufen lassen, weil sie ein Kind habe.

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Schneller Ruhm durch Entführungs-Story?

Vor dem angeblichen Entführungsfall gab es laut britischen Medien lediglich wenige Treffer bei Internetsuchen nach dem Namen Chloe Ayling. Auch sei die Zahl ihrer Instagram-Follower erst in den letzten Tagen massiv gewachsen. Das Model selbst war es, das mit der traumatischen Geschichte seiner Entführung an die Öffentlichkeit gegangen war.