Reul: Terrorgefahr weiterhin hoch

Immer mehr Salafisten in Deutschland

01. Februar 2019 - 7:54 Uhr

BKA spricht von 760 islamistischen Gefährdern in Deutschland

Mit Präventionsprogrammen kämpfen die Behörden dagegen, doch die islamistische Szene in Deutschland wächst weiter. Derzeit bekennen sich laut Innenministerium hierzulande 11.500 Menschen zum Salafismus. 

NRW bliebt eine Salafisten-Hochburg

Die Salafisten-Szene in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums bekennen sich inzwischen bundesweit rund 11.500 Menschen zu dieser ultrakonservativen islamischen Strömung. 2017 seien es noch 10.800 gewesen, schreibt die "Rheinische Post" unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums.  

In Nordrhein-Westfalen, das seit Jahren eine Hochburg von Salafisten ist, blieb die Zahl laut NRW-Innenministerium bei 3.100 konstant. Das sei aber "noch lange kein Grund zur Entwarnung", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul. ​

Terrorgefahr in Deutschland bleibt hoch

Das Risiko eines Terroranschlags in Deutschland sei unverändert hoch. "Wir haben zwar derzeit keine Hinweise auf einen konkreten Anschlagsort und eine konkrete Anschlagszeit. Wir müssen aber ständig damit rechnen, dass es Leute gibt, die Pläne schmieden", sagte Reul.

Als islamistische Gefährder - also Menschen, denen die Sicherheitsbehörden sogar einen Terrorakt zutrauen - stuft das Bundeskriminalamt derzeit bundesweit rund 760 Personen ein. Mehr als die Hälfte hält sich demnach aktuell in Deutschland auf, 153 der Gefährder sind demnach in Haft.