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Verband für Tierbestattungen registriert größere Nachfrage

Immer mehr Menschen lassen ihr Haustier bestatten

Tierfriedhof, Hausvaterweg, Falkenberg, Lichtenberg, Berlin, Deutschland
Tierfriedhof, Hausvaterweg, Falkenberg, Lichtenberg, Berlin, Deutschland
© picture alliance / Bildagentur-o, Bildagentur-online/Schoening

12. Februar 2020 - 10:00 Uhr

„Tiere sind immer mehr Sozialpartner“

Menschen, die nie ein Tier hatten, können es nicht oft nicht verstehen, aber Schmerz und Trauer um den geliebten Gefährten sind immens. Die heißgeliebte Katze ist tot, der Familienhund ist gestorben – das ist ein traumatischer Einschnitt für die Betroffenen. Deswegen verwundert es kaum, dass immer mehr Menschen in Deutschland ihre gestorbenen Haustiere bestatten. 

120 Tierfriedhöfe in Deutschland

21.03.2019, Hessen, Bad Homburg: "Du wirst immer in unserem Herzen sein" steht auf einem Grabstein für eine Katze auf dem Gelände des Vereins "Tierfriedhof Bad Homburg e.V.". Rund 600 Gräber für Hunde und Katzen gibt es auf der Anlage am Rande der St
Tierfriedhof in Bad Homburg
© picture alliance/dpa, Frank Rumpenhorst, fru rho

Die Nachfrage nach Bestattungen und dazugehörigen Produkten wie Urnen, Pfotenabdrücken in Schaum oder mit Asche befüllten Amuletten wachse um jährlich 10 bis 15 Prozent, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Tierbestatter (BVT), Martin Struck. Genaue Zahlen nannte er nicht

Einäscherung ist teurer als Körperbestattung

Ein Tiergrab auf dem Tierfriedhof Achternmeer, aufgenommen am 04.09.2019 in Wardenburg (Niedersachen). Foto: Markus Hibbeler | Verwendung weltweit
Tierfriedhof Achternmeer
© picture alliance / dpa Themendie, Markus Hibbeler, war

Tierbestattungen würden beliebter, weil Haustiere zunehmend als Familienmitglieder anerkannt seien, sagte Struck. "Tiere sind immer mehr Sozialpartner." Rund 8,2 Millionen Katzen und 5,4 Millionen Hunde leben dem Verband zufolge in Deutschland.

Nach Angaben des BVT gibt es deutschlandweit rund 160 Tierbestatter, knapp 30 Krematorien und rund 120 Tierfriedhöfe. Der jährliche Umsatz rund um die Tierbestattung wird auf 16 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

Ihre Meinung ist gefragt - abstimmen!

Menschen jeden Alters ließen vor allem Hunde und Katzen bestatten - etwa 1,3 Millionen sterben Verbandsangaben zufolge pro Jahr. Davon werde rund die Hälfte auf Privatgrundstücken beerdigt. Ein Großteil werde in Krematorien verbrannt. Etwa 10 000 Hunde und Katzen werden den Angaben nach auf einem Tierfriedhof beigesetzt.

Religion spielt kaum eine Rolle

ARCHIV - 24.05.2016, Bayern, München: Sammelgräber für Haustiere sind auf dem Gelände des Tierkrematoriums Tiertrauer zu sehen. Etwa 10 000 Tiere werden jährlich im Krematorium Tiertrauer eingeäschert. (zu dpa «Nachfrage nach Tierbestattungen wächst
Sammelgräber für Haustiere am Tierkrematorium in München.
© dpa, Sven Hoppe, shp tba tba

Eine Körperbestattung auf einem Tierfriedhof koste im Durchschnitt etwa 125 Euro, dazu kämen rund 75 Euro Pflegekosten jährlich. Für eine Einzeleinäscherung von Hund oder Katze würden zwischen 200 und 300 Euro fällig. Hinzu komme die Urne mit einem Preis zwischen 80 und 1000 Euro.

Bei den Bestattungen spiele Religion keine große Rolle, vielmehr stehe die persönliche Beziehung zwischen Mensch und Tier im Vordergrund, sagte Struck.

Lesen Sie zum Thema Tierbestattungen hier, was erlaubt ist und was nicht.

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