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Immer mehr Kritik am Handyverbot - bald wieder Smartphones auf bayerischen Schulhöfen?

Handyverbot an Bayerns Schulen: Kippt das Gesetz?
Handyverbot an Bayerns Schulen: Kippt das Gesetz? Die Kritik an dem Verbot mehrt sich 01:42

Smartphone-Verbot in Bayern: Immer mehr Kritiker

Viele Schüler können und wollen es sich gar nicht vorstellen: Ein absolutes Smartphone-Verbot an Schulen. Denn für die 'Digital Natives' gehört das Handy einfach dazu. Doch an Schulen in Bayern ist das Verbot schon seit 2006 Realität. Jetzt kommen immer mehr Zweifel auf, ob es noch zeitgemäß ist.

Wird das Smartphone-Verbot gelockert?

Vor dem Unterricht noch schnell die Nachrichten checken, dann muss das Handy für den Rest des Schultages ausgeschaltet werden - das ist für Schüler in Bayern schon lange Routine. Auch in den Pausen wird keine Ausnahme gemacht. Bereits 2006 wurde das Handyverbot im Schulgesetz verankert. Seitdem ist Bayern das bislang einzige Bundesland, in dem Smartphones und ähnliche Geräte während der Schulzeit tabu sind. Vor allem die Prävention von Cybermobbing schwebte Bayerns Staatsregierung damals vor.

Doch mittlerweile gibt es immer mehr Kritik an dem rigiden Verbot. Wenn Kinder mit den Geräten aufwachsen, sollten sie sie dann nicht auch in der Schule verwenden dürfen? Sollten die Kinder nicht selbst einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones erlernen? Der Landesschülerrat fordert, das Verbot aufzuheben oder zu lockern. Die Schulforen der einzelnen Institute sollten selbst entscheiden, ob sie an dem Verbot festhalten wollen oder nicht, so die Forderung. Der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal bezeichnete das Handyverbot unlängst sogar als "Steinzeitpädagogik".

Was die bayerischen Schüler selbst von dem Verbot halten und ob sich alle Schulen strikt an das Verbot halten, das sehen Sie in unserem Video.

Sollte auch an deutschen Schulen ein Handynutzungsverbot eingeführt werden?

Handyverbot auch in Frankreich bald Realität

Während in Bayern derzeit über eine Aufhebung der Handyverbotes diskutiert wird, wird in Frankreich gerade der entgegengesetzte Weg eingeschlagen: Ab September 2018 soll es hier ein landesweites Verbot an Mittelschulen und Grundschulen geben. Es soll für alle Schüler gelten, bis sie mit 15 Jahren in die Oberstufe kommen. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer begründet das geplante Gesetz mit Studien zur Gesundheit. Demnach sei es schädlich für jüngere Kinder, vor einem Bildschirm zu sitzen. An den genauen Modalitäten des Gesetzes wird derzeit jedoch noch gearbeitet.

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