Im Kampf gegen die Rebellen – Assad-Armee stärker als je zuvor

Assads Truppen haben wieder funktionsfähige Nachschubwege für Waffen gefunden.
Assads Truppen haben wieder funktionsfähige Nachschubwege für Waffen gefunden.
© dpa bildfunk

02. Juni 2013 - 9:43 Uhr

Drohender Flächenbrand in der gesamten Region

Das Militär des syrischen Machthabers Baschar al-Assad ist nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) so stark wie seit langem nicht mehr. BND-Chef Gerhard Schindler habe Sicherheitspolitiker in geheimer Sitzung informiert, dass in diesem Jahr mit einem Vorrücken der Armee im Kampf gegen die Rebellen zu rechnen sei, berichtete 'Spiegel Online'.

Damit habe der deutsche Auslandsgeheimdienst sein Lagebild des Bürgerkriegs revidiert. Im Dezember hatte sich Schindler noch überzeugt gezeigt, dass sich die Herrschaft der syrischen Führung dem Ende neige. Nach Ansicht des BND haben Assads Truppen wieder funktionsfähige Nachschubwege für Waffen. Auch die Versorgung mit Sprit für Panzer und die Luftwaffe sei wieder angelaufen. Damit könne die Armee verlorenen Boden zurückgewinnen. Allerdings könne Assad dem BND zufolge so die Aufständischen zwar in Schach halten, aber das Regime habe kaum Chancen, die Oppositionskräfte zu besiegen.

Am Wochenende hatten Assads Truppen eine Großoffensive gegen die Rebellen-Hochburg Kusair an der Grenze zum Libanon gestartet. An der Seite der Regierungstruppen kämpften auch Soldaten der libanesischen Islamisten-Miliz Hisbollah. In den Bürgerkrieg in Syrien werden zunehmend auch Nachbarländer hineingezogen. Damit droht ein Flächenbrand in der gesamten Region.