Ostertrip nach Usedom findet jähes Ende

Behörden holen illegale Urlauber aus Ferienwohnungen

Der Urlaub auf Usedom war untersagt, aber damit wollte sich offenbar nicht jeder abfinden.
Der Urlaub auf Usedom war untersagt, aber damit wollte sich offenbar nicht jeder abfinden.
© dpa, Stefan Sauer, sts bsc

07. April 2021 - 10:05 Uhr

Urlaub wegen Corona-Pandemie untersagt

Die Regeln waren klar gesteckt: Wegen der Corona-Pandemie ist Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verboten, der Trip übers Osterwochenende fällt aus. Doch damit wollten sich offenbar nicht alle abfinden: Auf der Ostsee-Insel Usedom haben die Behörden mehrere illegale Urlauber aus Ferienwohnungen geholt.

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Illegale Besucher nach Hause geschickt

Schon seit mehreren Monaten gilt in Deutschland das sogenannte Beherbergungsverbot. Das bedeutet, dass das Übernachten zu touristischen Zwecken in Hotels und Ferienwohnungen, aber auch auf Campingplätzen untersagt ist. Die "Ostsee-Zeitung" (OZ) beichtete von rund zehn Fällen, in denen Urlauber trotzdem auf Usedom übernachten wollten. Für sie war der Urlaub zu Ende, bevor er richtig begonnen hatte: Die illegalen Besucher wurden wieder nach Hause geschickt.

Usedom: Camper übernachteten am Straßenrand

Der Leiter des Ordnungsamtes Usedom-Nord, Bernd Meyer, erzählte der "Ostsee-Zeitung" demnach von zwei Campern, die mit ihrem Wohnmobil unerlaubt am Straßenrand übernachteten. Weitere Urlauber seien in privat vermieteten Ferienwohnungen gefunden worden. "Entweder wir bekamen Hinweise oder wurden selbst aktiv", zitiert die OZ Bernd Meyer.

Ganz überraschend kam das offenbar nicht: Laut Meyer rechnete die Behörde schon Vorfeld der Feiertage damit, dass sich einige ihren Osterurlaub nicht nehmen lassen wollen. Fast täglich gebe es Anrufe und E-Mails mit Hinweisen auf offenbar illegale Urlauber. In vielen Fällen wären es Nachbarn oder Augenzeugen, die sich beim Ordnungsamt meldeten.

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Mecklenburg-Vorpommern: Tagestouristen zurückgeschickt

Spaziergänger an einem Strand auf Usedom
Spaziergänger sind am Ostersonntag an einem Strand auf der Insel Usedom unterwegs.
© dpa, Stefan Sauer, sts bsc

Mecklenburg-Vorpommern hatte Tagestouristen generell die Einreise untersagt, sofern sie nicht zur Kernfamilie gehören oder zum Beispiel einen Wohnsitz oder ein Grundstück im Land haben. Laut NDR kontrollierte die Polizei zwischen Karfreitag und Ostermontag mehrere tausend Fahrzeuge und deren Insassen. Dabei wurden fast 1.250 Personen zurückgeschickt, weil sie sich nicht an die Einreiseregeln gehalten hatten.

Corona-Verstöße zu Ostern auch in Niedersachsen

Auch aus Niedersachsen wurden Verstöße gegen die Corona-Regeln gemeldet. Einige Kommunen hatten Tagestouristen untersagt, Strände und öffentliche Plätze zu besuchen. Als die Polizei am Ostersamstag in Wremen und Dorum kontrollierte, traf sie in 40 Fällen auf Tagestouristen, die sich unerlaubt dort aufhielten. Alle wurden weggeschickt.