BAMF erteilt eine Absage

Illegal eingereister Clan-Chef Ibrahim Miri: Asylantrag abgelehnt!

8. November 2019 - 15:49 Uhr

Klage gegen Abschiebung gescheitert

Wenige Monate nach seiner Abschiebung in den Libanon war Ibrahim Miri, ein führendes Mitglied des Bremer Miri-Clans, illegal in die Hansestadt eingereist. Seine erneute Abschiebung wollte er mit einer Klage verhindern. Jetzt hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entschieden: Sein Asylantrag wird abgelehnt. Das teilte der Anwalt des Mannes mit.

Scharfe Munition bei Wohnungsdurchsuchung sichergestellt

"Am heutigen Tag wurde der Asylantrag von Ibrahim Miri als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Auch der Antrag auf die Feststellung von Abschiebeverboten wurde abgelehnt. Damit hat das Bundesamt eine neue Abschiebungsandrohung verbunden", sagte Anwalt Albert Timmer. Der Bescheid sei am Freitag von einem Boten des Bundesamtes in die Kanzlei gebracht worden.

Das Bundesinnenministerium hat für den frühen Nachmittag eine Stellungnahme von Ressortchef Horst Seehofer (CSU) zu dem Fall angekündigt.

Wie am Freitag auch bekannt wurde, hat die Bremer Polizei am Donnerstag die Privatwohnung der Mutter von Ibrahim Miri durchsucht. Dabei wurde nach RTL-Informationen scharfe Munition gefunden, Kurzwaffenpatronen des Kalibers .45 Magnum. Miri habe somit gegen seine Bewährungs-Auflagen verstoßen.

Fall Miri sorgt für politischen Sprengstoff

Der wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilte Straftäter war im Juli in den Libanon abgeschoben worden – nachdem er bereits viele Jahre lang ausreisepflichtig war. Ende Oktober tauchte er wieder in Bremen auf, stellte einen Asylantrag und wurde festgenommen. Ein Amtsgericht ordnete Abschiebehaft bis zum 2. Dezember an. Die Rückkehr des Mannes sorgte bundesweit für Aufsehen.