IKEA-Vornamen voll im Trend: Würden Sie Ihr Kind Fjälla, Larsfrid oder Lisabo nennen?

02. Mai 2018 - 22:08 Uhr

Sie klingen melodisch, aber sind solche Vornamen überhaupt legal?

Diese Meldung ist eigentlich zu verrückt, um wirklich wahr zu sein. Aber es ist so: Immer mehr Eltern lassen sich bei der Suche nach dem passenden Vornamen für ihr Baby vom IKEA-Möbelkatalog inspirieren. Fjälla, Lisabo, Elvarli - klingt ja auch alles sehr melodisch. Trotzdem ist das etwas sonderbar, oder? Und ist das überhaupt legal? Wir haben nachgeforscht.

Wer sein Baby so nennt, muss mit Bedenken rechnen

Sybill Offergeld ist Fachanwältin für Familienrecht. Sie weiß, was rein rechtlich erlaubt ist: "Es gibt keine gesetzlichen Gebote oder Verbote, die Eltern sind in der Namensgebung frei", erklärt die Rechtsanwältin. Es sei denn, das Kindeswohl ist durch den Vornamen gefährdet. Möbelnamen sind eine Fall-zu-Fall-Entscheidung, den Namen 'Fjälla' sieht Sybill Offergeld zum Beispiel kritisch. Schließlich ist 'Fjälla' die Bezeichnung für eine günstige Kiste von IKEA. Wer sein Baby danach benennt, muss mit Bedenken rechnen. Schließlich könnte das Kind deswegen gehänselt werden.

Wir haben uns mal auf der Straße umgehört, wie die Möbelnamen so ankommen - mit erstaunlichem Ergebnis, wie Sie im Video sehen. In der Tat sind Namen aus dem Katalog gar nicht so schräg, wie sie klingen.

Das steckt hinter den IKEA-Namen

  • Stühle und Schreibtische sind bei IKEA nach echten schwedischen Männernamen benannt,
  • Stoffe und Gardinen nach Frauennamen,
  • bei Polstermöbeln handelt es sich um schwedische Ortsnamen und
  • Artikel für das Badezimmer heißen wie skandinavische Seen und Flüsse.