Ikea verschärft Rückgaberecht – nur noch Neuware darf umgetauscht werden

19. Juli 2018 - 11:31 Uhr

Ab dem 1. September 2018 gelten bei Ikea strengere Umtauschregeln

Ikea verschärft in Deutschland erneut sein Rückgaberecht. Die Kunden dürften Waren, die ab dem 1. September 2018 eingekauft werden, nur dann gegen Erstattung des Kaufpreises zurückbringen, wenn sie neu und unbenutzt sind, berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Die Zeiten, in denen man ein Produkt unabhängig vom Zustand und ohne Angabe von Gründen zurückgeben darf, sind also bald vorbei. Und das seien die Kunden selbst schuld.

Rückgaberecht bei Ikea zum Schutz der Ressourcen verschärft

"Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war", sagte Ikea-Deutschland-Chef Dennis Balslev der Zeitung. Es solle aber auch Missbrauch vorgebeugt werden. "Wir hören aus den Häusern, dass Jahr für Jahr kurz vor dem Ablauf der Umtauschfrist immer die gleichen Leute auftauchen und ihr Geld zurückverlangen", sagte Balslev.

Für Matratzen bleibt das alte Rückgaberecht bestehen

Bereits zum Herbst 2016 hatte Ikea nach zwei Jahren sein zeitlich unbegrenztes Rückgaberecht wieder zurückgenommen. Seitdem haben die Kunden ein Jahr Zeit, um Waren ohne Angabe von Gründen zurückzugeben und den Kaufpreis erstattet zu bekommen. Die Frist von 365 Tagen liege immer noch über dem in der Branche Üblichen und gebe dem Kunden Sicherheit gegen Fehlkäufe, teilte das Unternehmen damals mit. Für Matratzen bleibt das alte Rückgaberecht aber auch in Zukunft noch bestehen: Hier haben Kunden weiterhin 365 Tage Zeit, um die Anschaffung "Probe zu liegen". Auch für alle anderen Produkte, die vor dem 1. September 2018 gekauft werden, gilt noch das alte Rückgaberecht, wie Ikea auf RTL-Anfrage bestätigte.