Ikea-Beschwerde wird zum Internethit: Im Klammergriff von Hocker 'Marius'

04. September 2016 - 16:20 Uhr

Hocker 'Marius' hatte Claus Jørstad fest im Griff

Wegen Hocker 'Marius' musste sich der schwedische Möbelhersteller Ikea jetzt eine witzige Beschwerde gefallen lassen. Denn 'Marius' ist für die männliche Intimzone anscheinend ein echter Endgegner.

Der 45-jährige Claus Jørstad aus Alta in Norwegen hat auf der Ikea-Facebookseite eine Beschwerde gepostet, die binnen kürzester Zeit tausendfach im Social Web geteilt und gelikt wurde. Er hatte sich 'Marius' extra gekauft, damit er es nach einer Knieverletzung beim Duschen etwas bequemer hat. Das dachte er zumindest - bis er sich nackt auf den Stuhl setzte.

"Ich saß da in der Dusche, merkte dass etwas verrutscht ist, bückte mich und dachte: F*ck...meine N*sse stecken fest!" Das Problem war, dass die Wärme in der Duschkabine seinen Hoden hatte anschwellen lassen. So leicht konnte er dem tückischen 'Marius' erstmal nicht entkommen.

"Ich konnte mich verdammt noch mal nicht bewegen. Und als ich so dasaß, grübelte ich und fragte mich, wie zur Hölle ich mich befreien könnte. Nachdem ich hin und her überlegt hatte wurde mir klar, dass ich keinen blassen Schimmer hatte", lässt der verzweifelte Claus die Facebook-Community wissen. 'Marius', der Hodenschreck, hatte ihn fest im Griff. Aber nicht mehr lange. Der Wasserboiler war alle, plötzlich spuckte die Dusche nur noch kaltes Wasser aus. "Kälter, als die Augen meiner Schwiegermutter, als ich ihre Tochter geheiratet habe", erklärt Claus.

Was der Vater dreier Kinder dann tat, war ziemlich fahrlässig, wie Jørstad einräumt. "In meiner Verzweiflung griff ich zum Föhn, um mich beim Grübeln warm zu halten." Von einem Stromschlag blieb er verschont, dafür ereilte den nachdenklichen Fotografen ein Geistesblitz. "Plötzlich habe ich realisiert, dass mein Hoden sich aus dem Folterapparat gelöst hatte. Ich war endlich wieder ein freier Mann." Offenbar hatte das kalte Wasser seinen Hoden schrumpfen lassen, ist sich Claus sicher.

"Traurig, dass Marius so ein schlechter Duschpartner ist"

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© Faceook/ Claus Jørstad

Kunden und Ikea-Mitarbeiter diskutierten den witzigen Post ausführlich bei Facebook. Claus Jørstad selbst mischte natürlich mit und hielt alle mit Updates und Fotos auf dem Laufenden. Später postete er noch ein Foto von dem Hocker samt Waschlappen-Bedeckung und verkündete, er habe das Problem nun gelöst.

Das schwedische Möbelhaus reagierte ebenfalls, nachdem der Post bereits viral gegangen war - und zwar sehr schlagfertig und mit viel Humor: "Hallo, Claus. Traurig zu hören, dass 'Marius' so ein schlechter Duschpartner ist. Wir empfehlen Ihnen, 'Marius' am besten an einen anderen Ort zu stellen, als in die Dusche. Oder sie gehen beim nächsten Mal den sicheren Weg und behalten untenrum etwas an."