Schlaflose Nächte, kaputte Nerven?

So bringen Sie Ihr Baby zum Durchschlafen

28. Mai 2019 - 18:53 Uhr

„Baby-Schlaf-Boss" weiß, was hilft

Quengeln, Herumzappeln, stundenlanges Schreien: Ihr Baby will einfach keine einzige Nacht durchschlafen und Sie sind am Rande des Nervenzusammenbruchs? Mit dieser kräftezehrenden Situation sind sie bei Weitem nicht alleine. Auch die US-Fernsehmoderatorin Ginger Zee, zweifache Mama, litt unter chronischem Schlafmangel. Doch mithilfe von Schlafcoach Dana Obleman, die von ihren Kunden bezeichnenderweise als "Baby-Schlaf-Boss" bezeichnet wird, findet die Familie jetzt endlich wieder Ruhe. Mit welchen Tricks sie das geschafft haben? Unser Video verrät's!

Babys Schlafgewohnheiten: Individuelle Angelegenheit

Jedes Baby ist verschieden, und damit auch seine Bedürfnisse, was Schlaf angeht. Dass der in den ersten Lebenswochen eher unregelmäßig ist, ist ganz normal. Wenn das Baby drei bis vier Monate alt ist, kann damit begonnen werden, einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu schaffen. Wichtig ist es, feste Vorgehensweisen und Rituale zu entwickeln. Diese Methoden können dabei helfen.

Die Kuss-Methode

Bei dieser Methode geht es ums Durchhalten. Bringen Sie Ihr Kind ins Bett und küssen Sie es auf die Wange. Dann gilt: Es gibt nur einen weiteren Gutenachtkuss, wenn es ruhig im Bett liegen bleibt.

Klappt das, kommen Sie kurz darauf zurück und küssen noch mal und lassen Sie die Abstände, in denen Sie das Zimmer verlassen, immer ein wenig länger werden. Wenn Ihr Kind aber versucht aufzustehen, erinnern Sie daran, dass es so keinen Kuss mehr gibt.

Nehmen Sie die Sache aber nicht zu ernst, sondern versuchen Sie, ein Spiel daraus zu machen. Schläft Ihr Schatz langsam ein, sollten Sie sich natürlich mit dem Küssen etwas zurückhalten. Bei der Kuss-Methode müssen Sie konsequent sein, denn nur so lernt Ihr Kind, alleine einzuschlafen.

Die Rückzug-Methode

Kuscheln Sie vor dem Schlafengehen noch einmal ausgiebig und setzen Sie sich dann auf einen Stuhl neben dem Bett und warten, bis Ihr Kind eingeschlafen ist. Dabei sollten Sie am besten lesen und versuchen, keine Verbindung mit Ihrem Knirps aufzunehmen.

Am nächsten Abend setzen Sie sich etwas weiter vom Bett entfernt und immer so weiter. Entfernen Sie sich so weit, dass Sie schließlich vor der Zimmertür sitzen, aber noch in Rufweite. Wiederholen Sie diesen Vorgang öfter und Sie werden sehen: Irgendwann schläft Ihr Kind ganz alleine ein.

Die Pendel-Methode

Sie hassen es, Ihr Kind weinen zu hören, wissen aber, dass es eigentlich alleine einschlafen kann? Dann gibt's auch dafür eine super Methode. Bringen Sie Ihr Kind wie gewohnt ins Bett und sagen, dass Sie in der Nähe bleiben. Überlegen Sie sich einen Gute-Nacht-Satz, beispielsweise "Schlaf jetzt, Schatz" und verlassen Sie das Zimmer.

Fängt Ihr Kind an zu weinen oder steht auf, gehen Sie wieder ins Zimmer, legen es hin und wiederholen den Gute-Nacht-Satz. Wichtig ist, dass sich Ihre Stimme nicht verändert, selbst wenn Sie genervt sind, denn Ziel ist ein gelangweiltes Kind. Und immer daran denken: Nicht die Geduld verlieren.