US Open auch ohne Nick Kyrgios

„Ich verzichte für alle“

CINCINNATI OH AUGUST 12 Nick Kyrgios of Australia wipes sweat from his face during the Western
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02. August 2020 - 12:15 Uhr

Zverev alleine an der Grundlinie?

Krampfhaft klammern sich die Veranstalter der US Open an der Austragung ihres ruhmreichen Grand-Slam-Turniers fest. Ob aber überhaupt jemand einen Filzball übers Netz kloppen wird, ist fraglich. Nick Kyrgios tut es schon mal nicht. Der Australier hat seine Teilnahme abgesagt. Zuvor hatte auch schon die Weltranglisten-Erste und Landsfrau von Kyrgios, Ashleigh Barty, mitgeteilt, auf die US Open zu verzichten. Das Corona-Risiko sei einfach zu hoch. Möglich, dass am Ende nur Alexander Zverev übrig bleibt.

Bad Boy geht mit Vernunft voran

Angst vor einer Infektion mit Covid-19 scheint Kyrgios allerdings nicht zu haben. Der Bad Boy des Tennis, der in aller Regelmäßigkeit auf dem Court durcheskaliert, denkt jetzt nur an andere. So verzichte er "für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle", teilte der 25-Jährige mit.

Zverev will natürlich mitmachen

Zuletzt hatte der amerikanische Tennisverband USTA seine Pläne bekräftigt, die US Open ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Wegen der nach wie vor hohen Covid-19-Zahlen in den USA haben allerdings viele Profis Vorbehalte. Auf einen Verzicht will aber sich aber offenbar nicht jeder durchringen. Alexander Zverev zum Beispiel kritisierte zwar das Festhalten an den Plänen zur Austragung, schloss eine Absage seiner Teilnahme aber aus. Der deutsche Tennis-Star, der einen neuen Trainer gefunden hat, hatte zuletzt ohnehin mit fragwürdiger Scheiß-egal-Haltung in Sachen Corona auf sich aufmerksam gemacht.

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