"Ich hasse so etwas": Müll-Entsorgung auf Mourinho-Art

Findet sich selber ausnahmslos gut: Jose Mourinho.
Findet sich selber ausnahmslos gut: Jose Mourinho.
© Getty Images, Bongarts

03. September 2015 - 9:25 Uhr

Dass Jose Mourinho nicht sonderlich gut verlieren kann, ist ein alter Hut. Nun hat der Trainer des FC Chelsea jedoch sein Portfolio des Unmuts nach der Pleite im englischen Supercup gegen den FC Arsenal erweitert.

Die in Silber gegossene Erinnerung an eine seiner schmerzhaftesten Niederlagen wollte der Portugiese so schnell wie möglich loswerden. Mit wutverzerrtem Gesicht feuerte der Starcoach die ihm gerade für die Finalteilnahme im 'Community Shield' verliehene Medaille in die Zuschauerränge des Wembley-Stadions – direkt in die Hände eines zehn Jahre alten Fans der 'Gunners'.

"Für ihn ist es eine gute Erinnerung, für mich wäre es eine Verlierermedaille gewesen. Ich hasse so etwas", fauchte der exzentrische Fußballlehrer nach dem 0:1 des Meisters gegen den Pokalsieger. Fast noch schlimmer für den 52-Jährigen: Beim 14. Aufeinandertreffen verlor er erstmals ein direktes Duell mit seinem Erzfeind, Arsenal-Manager Arsene Wenger.

"Mich verpasst man nur, wenn man mich verpassen will"

Während Mourinho zumindest jedem Arsenal-Spieler die Hand zur Gratulation reichte, blieb diese Geste zwischen den beiden verfeindeten Trainergrößen aus. Was allerdings auch an Wenger lag, der Mourinho bei der Siegerehrung ganz bewusst schnitt. Mourinho dazu gewohnt selbstbewusst: "Mich verpasst man nur, wenn man mich verpassen will."

Seit mittlerweile zehn Jahren fliegen die Giftpfeile zwischen den beiden renommierten Coaches hin und her. Man warf sich gegenseitig vor, zu wenige englische Profis zu fördern, kurze Zeit später nannte der Mourinho Wenger einen "kranken Voyeur". An der Stamford Bridge wäre es in der vergangenen Saison sogar fast zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen.