10. Januar 2019 - 18:45 Uhr

Minister Gerd Müller hat wohl die "Schnauze voll"

Nein, Entwicklungsminister Gerd Müller will nicht der neue Dschungel-König werden. Der CSU-Politiker sitzt ganz unfreiwillig im afrikanischen Regenwald fest - weil wieder einmal eine deutsche Regierungsmaschine defekt ist. Aus seinem Ärger macht der Minister keinen Hehl.

Delegation kann erst am Freitag zurückfliegen

Immer wieder sorgen Defekte an den Jets der Bundesregierung für Verzögerungen und Ausfälle - nun hat es Entwicklungsminister Gerd Müller erwischt. Der CSU-Politiker sitzt zurzeit wegen einer Flugzeugpanne im afrikanischen Sambia fest. Dabei wollte er eigentlich am Mittwochabend zurück nach Deutschland fliegen. 

Daraus wird vorerst nichts! Erst mussten Mechaniker aus Deutschland nach Malawi fliegen, um die Maschine zu reparieren. Die Experten hatten aber nicht das notwenige Ersatzteil dabei, dieses musste zunächst aus dem südafrikanischen Johannesburg bestellt werden. Der Rückflug ist nun für Freitag angesetzt.

Müller: Die Panne schadet Deutschlands Image

Die Panne brachte den Zeitplan des Ministers völlig durcheinander. Am Montag landete er mit der Global 5000 der Bundeswehr in Malawi und musste aufgrund des Defekts mit einem Linienflug nach Sambia weiterfliegen. Einen weiteren Termin in Namibia musste er in letzter Minute komplett absagen, weil er nicht hinkam.

Die Panne hat eine negative Symbolwirkung für das High-Tech-Land Deutschland, sagte Müller sichtlich verärgert. Er könne mit der Verzögerung leben, es sei jedoch schwierig, gleichzeitig für die als Marke "Made in Germany" bekannten Qualitätsstandards zu werben.

Müller ist nicht der Erste, der wegen solcher Pannen warten muss

Erst Ende November hatte Kanzlerin Angela Merkel ihren Flug zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines schweren technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" unterbrechen müssen. Sie wich schließlich auf einen Linienflug aus und kam erst mit erheblicher Verspätung bei dem Gipfeltreffen in Argentinien an.

Außerdem hatte es schon im Oktober eine größere Panne mit dem Airbus gegeben: Nagetiere hatten die Maschine während eines Stopps in Indonesien lahmgelegt und Finanzminister Olaf Scholz zu einer über 20-stündigen Rückreise per Linienflug gezwungen. Mäuse oder Ratten waren in den geparkten Airbus gelangt und hatten wichtige Kabel angeknabbert.