Nach ICE-Attacke in Frankfurt

Facebook-Post von Augenzeugin berührt tausende Menschen

Karin Schmidt-Friderichs
Karin Schmidt-Friderichs
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02. August 2019 - 10:04 Uhr

Augenzeugin schreibt bewegende Worte

Entsetzen, Mitgefühl, Trauer - aber auch Hass. Die Horrortat in Frankfurt hallt in der Bevölkerung nach. Nicht nur bei der Trauerfeier am Frankfurter Hauptbahnhof zeigten hunderte Menschen ihre Betroffenheit. Auch in den sozialen Netzwerken herrscht ein reger Austausch über das Unfassbare. Neben zahlreichen fremdenfeindlichen Äußerungen hat eine Augenzeugin für eine berührende Diskussion gesorgt, wie stern.de berichtete. Die Mainzer Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs hat auf Facebook Worte gefunden, die die Menschen im Netz bewegen.

"Wildfremde Menschen lagen einander in den Armen"

Karin Schmidt-Friderichs, Vorstandsvorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, stand nach eigenen Angaben nur zwei Gleise von der schrecklichen Tat entfernt. "Ich höre den Schrei noch und wünschte, ich könnte ihn vergessen", so die Frau auf Facebook. Trotz des furchtbaren Leids dieser mörderischen Attacke, sieht sie auch ein positives Zeichen in der Gesellschaft: "Wir sollten (...) auch nicht vergessen, dass heute in Frankfurt wildfremde Menschen einander in den Armen lagen, miteinander weinten und zitterten."

Facebook-Beitrag zur ICE-Attacke wurde 10.000 Mal geteilt

Die Verlegerin spricht mit ihren Worten vielen Menschen aus der Seele - das zeigen die Interaktionen auf Facebook. Ihr Beitrag hat 20.000 Likes bekommen, wurde fast 3.000 Mal kommentiert und ganze 10.000 Mal geteilt. Eine "unvorstellbare" Resonanz, so die 59-Jährige zu stern.de.