Mindestens zwei Menschen gestorben

Monster-Hurrikan Eta trifft Mittelamerika: Hurrikan-Saison 2020 bringt traurigen Rekord

04. November 2020 - 9:45 Uhr

Erstmalig taucht Eta auf: Hurrikan mit extremen Potenzial

Die atlantische Hurrikan-Saison 2020 ist nun die aktivste Saison seit Beginn der Beobachtungen. Selbst im Jahr 2005, dem bisherigen Spitzenreiter, wurde der siebte des griechischen Alphabets bisher noch nie verwendet. Hurrikan Eta ist in Nicaragua an Land gegangen. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, der Strom fiel aus. Zehntausende Menschen bringen sich vor dem gefährlichen Wirbelsturm in Sicherheit. Zwei Menschen kamen bisher ums Leben. In der armen Region können Unwetter oft fatale Folgen haben.

Weitere Links zur Hurrikansaison 2020 mit Rene und Sally so früh wie nie oder dem Monster-Hurrikan Laura: Blitz schlägt neben Reporter Justin Horne ein.

03.11.2020, Nicaragua, Wawa: Anwohner stehen vor einem von Überschwemmungen umgebenen Haus. Mit großer Wucht ist Hurrikan «Eta» auf die Ostküste von Nicaragua getroffen. Der gefährliche Wirbelsturm entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und ließ Flüsse
Hurrikan Eta hat die Küste von Nicaragua mit voller Wucht getroffen. Hier starben mindestens zwei Menschen.
© dpa, Carlos Herrera, hjb

Sintflutartiger Regen zum Landfall in Nicaragua

Das zentralamerikanische Land kennt natürlich durch seine Regenwälder größere Niederschlagsmengen. Jedoch sind solche Wassermassen ein ganz anderes Kaliber. Je nach Wettermodell fallen in dem teils bergigen Land Regenmengen von bis zu 900 Liter pro Quadratmeter. In der Fläche drohen in Nicaragua und im nördlich angrenzenden Honduras zwischen 400 und 700 Liter pro Quadratmeter. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Bei einem Erdrutsch in einer Mine in Nicaragua wurde ein Bergmann getötet, wie der Fernsehsender TN 8 am Dienstag berichtete. In Honduras wurde ein 13-jähriges Mädchen von einer einstürzenden Mauer erschlagen.

Erdrutsche und Überschwemmungen: Erinnerungen an Hurrikan Mitch werden wach

900 Liter pro Quadratmeter – das ist fast der doppelte Jahresniederschlag von Berlin und das wird katastrophale Folgen haben: Erdrutsche und massive Überschwemmungen. Ein ähnliches Szenario haben die Menschen im Oktober 1998 erlebt. Damals wütete Hurrikan Mitch und sorgte für schwere Schäden und mehr als 4000 Tote. Später brachen zudem noch Seuchen aus. Auch 2005 zog ein starker Hurrikan auf Nicaragua zu. Damals brachte auch Beta schwere Schäden.

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Hurrikan-Winde und eine meterhohe Sturmflut

Kurz vorm Landfall hatte sich Eta gestern nochmals verstärkt mit Windgeschwindigkeiten über 240km/h. Inzwischen hat sich der Hurrikan zwar deutlich abgeschwächt. Aktuell sind es aber immer noch Windgeschwindigkeiten von um die 140 bis 150km/h. Gleichzeitig brachte Eta eine meterhohe Sturmflut.

Auch das National Hurrican Center (NHC) warnte eindringlich

Diese katastrophale bestätigte im Vorfeld auch das NHC mit seiner Warnung für die Region: "This rainfall would lead to catastrophic, life-threatening flash flooding and river flooding, along with landslides in areas of higher terrain of Central America."  Also sinngemäß übersetzt: "Dieser Regen dürfte zu katastrophalen, lebensbedrohlichen Sturzfluten und Überschwemmungen der Flüsse sowie zu Erdrutschen in Gebieten mit höherem Gelände in Mittelamerika führen."

Video: So entsteht ein Hurrikan

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