Hurrikan 'Irma' wütet über Karibik - Emmanuel Macron: "Bilanz wird hart und grausam"

07. September 2017 - 11:31 Uhr

Hurrikan 'Irma' gilt als extrem gefährlich

Der Karibik droht eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes: Der extrem gefährliche Hurrikan 'Irma' zieht mit Wucht durch die Region. Nachdem der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf über die französischen Karibikinseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin hinweggefegt war, sprach Staatspräsident Emmanuel Macron in Paris von einer Bilanz, die "hart und grausam" werde. Das Überseeministerium geht von mindestens sechs Toten aus. Zuerst war von zweit Toten die Rede.

UN: Bis zu 37 Millionen Menschen von Hurrikan 'Irma' betroffen

Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist derzeit nicht abzusehen. Experten gehen jedoch vom Schlimmsten aus. 'Irma' ist ein Hurrikan der höchsten Stufe fünf und einer der schwersten jemals in der Region registrierten Tropenstürme.

Der Hurrikan war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde über die Kleinen Antillen im Südosten der Karibik hinweggezogen. Besonders heftig wurden die französischen Überseegebiete getroffen. Häuser wurden zerstört, Dächer wurden abgedeckt und der Strom fiel aus.

Es ist weiter mit hohen Wellen, Starkregen und heftigem Wind zu rechnen, teilte das Nationale Hurrikanzentrum der USA mit. Bis zu 37 Millionen Menschen könnten nach Schätzungen der Vereinten Nationen von den Auswirkungen des Hurrikans betroffen sein. 

Florida bereitet sich auf 'Irma' vor

Laut Prognose sollte der Sturm über Teile der Jungferninseln hinwegziehen, später Puerto Rico streifen und am Donnerstag die Nordküste der Dominikanischen Republik passieren. Die Regierung der Bahamas ordnete die Evakuierung mehrerer Inseln im Süden der Inselkette an. Als immer wahrscheinlicher gilt zudem, dass Hurrikan 'Irma' auf den US-Staat Florida treffen könnte. 

Der Sturm könne der schlimmste werden, dem Florida je ausgesetzt gewesen sei, sagte Gouverneur Rick Scott dem Sender ABC. "Ich möchte, dass jeder versteht, um was es hier geht", sagte Scott. Alle Einwohner sollte sich für drei Tage mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken. "Nehmt was ihr braucht, aber nehmt nicht mehr", so Scott, der auf mögliche Versorgungsengpässe anspielte.

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