Donald Trump warnt vor "Monstersturm"

Hurrikan "Dorian" rast auf die US-Küste zu

30. August 2019 - 11:29 Uhr

"Dorian" ist im Anmarsch

Mit eindringlichen Worten hat Präsident Donald Trump die Bewohner der Südostküste der USA vor Hurrikan "Dorian" gewarnt und eine geplante Polen-Reise vorsorglich abgesagt. Die Vorhersagen ließen einen "Monstersturm" befürchten, erklärte Trump in einer Videobotschaft.

Hurrikan könnte Winde von über 200 km/h bringen

"Alles deutet darauf hin, dass er sehr hart zuschlagen wird und dass er sehr groß wird", sagte Trump über den Hurrikan, der Sonntag oder Montag auf die US-Küste treffen könnte. "Es sieht so aus, als wenn es ein absolutes Monster sein kann."

"Dorian" gewinnt derzeit über dem warmen Wasser des westlichen Atlantiks an Stärke und gilt mit Windböen von bis zu 170 km/h inzwischen als Hurrikan der Stufe zwei. Das nationale Hurrikan-Zentrum befürchtet, dass "Dorian" sogar als mächtiger Wirbelsturm der Stufe vier (Stufe fünf ist die höchste) im US-Bundesstaat Florida auf Land treffen könnte. Der Sturm könnte heftigen Regen, zerstörerische Winde von mehr als 200 km/h und lebensgefährliche Überschwemmungen mit sich bringen. Es sei auch möglich, dass "Dorian" neben Florida auch die Bundesstaaten Georgia und South Carolina trifft.

Das Wichtigste sei nun, für die Sicherheit der Menschen in der Schneise des Wirbelsturms zu sorgen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Der Gouverneur des nördlich an Florida grenzenden Bundesstaats Georgia, Brian Kemp, verhängte den Ausnahmezustand über die Küstengebiete, um Vorbereitungen und Rettungseinsätze zu erleichtern. In Florida gilt der Ausnahmezustand bereits seit Mittwoch.

Donald Trump sagt Polen-Reise ab

Mike Pence vertritt Donald Trump in Polen
Donald Trump hat wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" seine Reise nach Polen abgesagt. Für die USA nimmt stattdessen Vizepräsident Mike Pence an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs teil.
© dpa, Carolyn Kaster, CK nic

Trump sagte, für die USA werde nun Vizepräsident Mike Pence an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Polen teilnehmen. Er habe dies telefonisch auch Polens Präsident Andrzej Duda erklärt und hoffe, die Reise bald nachholen zu können. Trump sollte ursprünglich am Sonntagmorgen in Warschau ankommen.

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Wird "Dorian" so schlimm wie Hurrikan "Andrew"?

Florida 1992 - Hurrikan Andrew
Durch Hurrikan "Andrew" kamen 1992 dutzende Menschen ums Leben; es entstanden Schäden von rund rund 43 Milliarden US-Dollar.
© picture-alliance/ dpa, Keystone Bill Gentle

Trump sprach von Befürchtungen, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan "Andrew" – oder gar noch schlimmer. Als "Andrew" 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar.

Über Twitter hatte Trump die Menschen an der Südostküste des Landes aufgerufen, sich für "Dorian" zu wappnen und den Anweisungen der Behörden zu folgen. "Es wird ein sehr großer Hurrikan, vielleicht einer der größten!", schrieb der Präsident. Laut Trump hat die Regierung die besten Experten mobilisiert und Nahrungsmittel und Wasser in das Gebiet geschickt. Auch Evakuierungen seien nicht ausgeschlossen.

Hamsterkäufe in Florida

Hamsterkäufe in Florida
Um für den Notfall gewappnet zu sein, haben Kunden in Florida Supermarktregale leergekauft.
© dpa, Brynn Anderson, BA ihe nic

US-Fernsehsender zeigten am Donnerstag Bilder von Hamsterkäufen in Florida. Anwohner kauften Trinkwasser und andere Vorräte für den Notfall und räumten viele Supermarktregale leer. Örtliche Medien berichteten über lange Schlangen an Tankstellen.

Am Mittwoch war "Dorian" östlich des US-Außengebiets Puerto Rico an den Jungferninseln vorbeigezogen. Es gab dort zunächst keine Berichte über große Schäden oder Opfer. Am Sonntag soll der Wirbelsturm über den Nordwesten der Bahamas ziehen.

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