Hungersnot in Somalia: UN planen Luftbrücke

09. Februar 2016 - 14:18 Uhr

Größte Notfalloperation der UN-Geschichte

Die Zustände in den südsomalischen Dürreregionen werden immer dramatischer: Zehntausende Menschen sind bereits gestorben, mehr als 3,7 Millionen sind von der Hungersnot bedroht. Nachdem die UN für Somalia offiziell eine Hungersnot ausgerufen haben, laufen jetzt die Planungen für eine Luftbrücke an. Sie soll Teil einer der größten Notfalloperationen der UN-Geschichte sein.

Somalia: Die Hungersnot wird immer dramatischer.
Somalia: Vor allem Kinder sind von der Hungersnot betroffen. Die UN planen eine Luftbrücke.
© dpa, Abukar Albadri

Bisher waren nur die südsomalischen Regionen Bakool und Lower Shabelle von der Hungersnot berührt. In den betroffenen Gebieten konnten die Bewohner zuletzt keinerlei Nahrungsmittel mehr finden. Ernten fallen aus und ansteckende Krankheiten verbreiten sich. Zusätzlich steigen die Lebensmittelpreise in der Region enorm an. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Somalia Mark Bowden warnt: "Wenn wir nicht sofort handeln, wird sich die Hungersnot innerhalb der nächsten zwei Monate auf alle acht Regionen in Südsomalia ausweiten."

Schwierige Hilfe

Das Welternährungsprogramm hat unterdessen große Schwierigkeiten die Menschen in Somalia zu erreichen, die am dringendsten Hilfe brauchen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Rebellenmilizen und der schwachen Zentralregierung erschweren die Arbeit. Die Al Kaida nahestehende Miliz Al Shabab herrscht über weite Teile Südsomalias. Hilfsorganisationen befürchten Behinderungen ihrer Arbeit durch Entführungen von Mitarbeitern, Wegezoll für Lastwagen oder Steuern auf Nahrungsmittel.

Ohne Spenden ist der Tod von Millionen Menschen sicher. Vor allem Kinder, Mütter und schwangere Frauen brauchen die Notlieferungen. Bis Ende September werden mindestens 200 Millionen Euro gebraucht, um die Folgen der Dürre zu bekämpfen. Josette Sheeran, die Direktorin des Welternährungsprogramms, dankte der Internationalen Gemeinschaft für die bisher geleisteten Soforthilfen. "Aber die Spenden müssen weitergehen, bis wir die Früchte unserer Bemühungen ernten", erklärte sie.

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