Königsklasse gastiert weiter in Belgien und Ungarn

Hungaroring und Spa-Francorchamps sichern sich weiteres Formel-1-Jahr

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© imago/LAT Photographic, imago sportfotodienst

05. Juni 2020 - 21:58 Uhr

Vertragsverlängerung in der Corona-Krise

Die Formel-1-Rennen in Belgien und Ungarn haben sich beide für ein weiteres Jahr einen Platz im Kalender der Königsklasse gesichert. Der Streckenbetreiber des Hungarorings gab die Vertragsverlängerung mit Rechteinhaber Liberty Media bekannt. Für den Circuit de Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen greift offenbar eine Sonderregelung in Folge der Corona-Krise.

Hungaroring sichert sich Formel 1 bis 2027

Der Hungaroring verlängerte seinen bis 2026 laufenden langfristigen Vertrag mit Liberty Media vorzeitig bis 2027. Zudem einigte man sich auf ein reduziertes jährliches Antrittsgeld und eine noch deutlich geringere Zahlung für den am 19. Juli geplanten Geister-GP vor den Toren Budapests.

Ein Blick in den Rennkalender für 2020.

Hungaroring muss weniger Antrittsgeld zahlen

"Wir haben uns mit Liberty Media abgesprochen, wie die fehlenden Einnahmen ausgeglichen werden können, denn die Organisationskosten sind bei einem Geisterrennen nicht geringer", sagte Hungaroring-Geschäftsführer Zsolt Gyulay "Autosport". Genaue Zahlen könne er nicht verraten, aber das diesjährige Antrittsgeld betrage nur einen Bruchteil der sonst üblichen Rate.

1986 war die Formel 1 in Ungarn zum ersten Mal in einem Staat des Ostblocks gefahren, seitdem stand der Hungaroring in jeder Saison auf dem Programm. 2016 war der Vertrag mit dem Streckenbetreiber langfristig bis 2026 verlängert worden.

Formel 1 gastiert bis 2022 in den Ardennen

Auch auf dem Traditionskurs in Spa-Francorchamps ist ein Geisterrennen im Rahmen des aktualisierten Saisonkalenders eingeplant. Dieser Grand Prix, der voraussichtlich am 30. August stattfinden soll, wird jedoch außerhalb des gültigen Vertrags organisiert, wie Streckenchefin Vanessa Maes erklärte. Dadurch verlängere sich der laufende Kontrakt um eine weitere Saison bis 2022.

Durch die Bedingungen, die mit dem Formel-1-Rechteinhaber ausgehandelt wurden, könne die Region die Verluste, die durch das diesjährige Geisterrennen entstünden, minimieren, sagte der Wirtschaftsminister der Region Wallonien, Willy Borsus.

Ein Blick in den Rennkalender für 2020.