Gerichtsentscheidung

Hundefriseure dürfen auch im Lockdown öffnen

Gericht: Hunde dürfen auch im Lockdown weiter frisiert werden
© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo lof fld gfh

13. Januar 2021 - 16:41 Uhr

Verwaltungsgericht entscheidet im Eilverfahren

Hundehalter können ihre Lieblinge trotz Lockdown top gestylt weiter Gassi führen. Denn ein Gericht hat jetzt entschieden: Hundefriseure können weiter ihre Dienste für Vierbeiner anbieten.

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Untersagt sind Dienstleistung, die am Menschen erbracht werden

Das Verwaltungsgericht Münster hat in einem Streit zwischen der Stadt Emsdetten und einer Hundesalonbetreiberin im Eilverfahren die Entscheidung getroffen. Begründung: Die geltende Coronaschutzverordnung untersage zwar Friseurdienstleistungen, dies beziehe sich aber allein auf solche Arbeiten, die an Menschen erbracht würden, so die Richter laut Beschluss von Montag.

Vielmehr sei das Frisieren oder Krallenschneiden bei Hunden in diesem Fall mit einer Handwerksleistung etwa in einer Fahrrad- oder Kfz-Werkstatt vergleichbar, bei der es zwar zu Kontakt mit Kunden komme, in diesem Fall die Hundehalter. Die Mindestabstände von 1,5 Metern könnten aber eingehalten werden. So hatte die Hundefriseurin gegenüber dem Gericht erklärt, die Hunde würden an der Tür in Empfang genommen, das Geld würde in einer vor dem Haus auf einer Bank liegenden Dose deponiert, wobei sich einzelne Kunden nicht begegneten.

Die Stadt hatte der Frau kurz vor Weihnachten auf Anfrage gesagt, ihr Salon müsse nach den Regelungen des neuerlichen Lockdowns geschlossen bleiben. Dagegen zog die Hundefriseurin vor Gericht und bekam nun vorerst Recht. Gegen die Entscheidung (Az: 5 L 7/21) können die Streitparteien noch vor dem Oberverwaltungsgericht vorgehen.

Für Frauchen und Herrchen bedeutet das aber auch: Sie müssen auf ihren eigenen Friseurbesuch noch warten. Denn Dienstleistungen an Menschen wie Massage, Kosmetik oder eben Haareschneiden sind während des Lockdowns weiterhin nicht erlaubt.

Quelle: DPA / RTL.de