3000 Flaschen gesammelt

Hündin befreit Strand von Plastikmüll

09. September 2019 - 10:30 Uhr

Boston-Terrier Ikura räumt auf

An "ihrem" Strand in Kuroshio, Japan, bleibt keine Plastikflasche lange liegen - dafür sorgt Hündin Ikura. Jeden Morgen und jeden Nachmittag schnappt sie sich den weggeworfenen Müll. In fünf Jahren sind so rund 3000 Plastikflaschen zusammengekommen. Surfer feiern die Boston-Terrier-Hündin schon als Umweltschutz-Idol. Was sie mit den Flaschen macht und wie es dazu kam, dass sie den Strand aufräumt, sehen Sie im Video.

Plastikmüll ist für Menschen und Tiere gefährlich

Laut WWF hat die Menschheit in den vergangenen 19 Jahren so viel Plastik produziert wie in allen Jahren davor zusammengerechnet. Deutschland liegt dabei EU-weit fast an der Spitze, wie der Plastikatlas 2019 zeigt. Rund ein Drittel des weltweiten Plastikmülls wird nicht ordentlich entsorgt, sondern landet in der Umwelt und wird früher oder später in Flüsse und Meere gespült.

Spätestens dort wird der Plastikmüll zur lebensbedrohlichen Gefahr für Tiere, die sich darin verfangen oder ihn fressen. Jedes Jahr, so schätzt der NABU, sterben so rund eine Million Meeresvögel sowie bis zu 135.000 Wale, Schildkröten und Delfine. Kleine Plastikpartikel werden auch von Fischen geschluckt. Werden die dann gefangen, landet das Plastik schließlich in den Mägen der Menschen und richtet dort bislang noch nicht genau erforschte Schäden an. Umso wichtiger ist es, Plastik im Alltag möglichst zu vermeiden. Zum Beispiel kann man Schüsseln im Kühlschrank mit Tellern abdecken, statt mit Frischhaltefolie.