Tierschützer sind entsetzt

In Ridgeland werden einmal im Jahr lebendige Hühner durchs Dorf geworfen

18. Februar 2020 - 14:21 Uhr

US-Tradition in der Kritik

Nein das ist kein Scherz: In Ridgeland im US-Bundesstaat Wisconsin trifft sich jährlich die Bevölkerung zum Hühnerweitwurf – mit lebendigen Hühnern. In diesem Jahr werden 150 lebendige Hühner in die Besuchermenge geworfen. Wer ein Huhn fängt, darf es behalten, lautet die Regel. Fans plädieren für Spaß auf dem Event – völlig egal, ob man den Tieren damit schadet und sie sich verletzen. Tierschützer sind empört und starten Proteste gegen den fragwürdigen Wettkampf.

Weitwurf mit lebendigen Hühnern - muss das sein?

Der Einheimische Michael Staffe kümmert sich um Hühner. Er erinnert sich, dass er schon welche aus einem Baum holen musste, weil sie so hoch geflogen sind. Die Besucher nehmen die gefangenen Hühner oft mit nach Hause und kümmern sich um sie.

Und wenn man sich nicht um sein neues Huhn kümmern kann und zum Beispiel notwendige Tierarztbesuche nicht bezahlen kann? Dafür haben Tierschutzaktivisten eine Lösung: Sie nehmen die Hühner bei sich auf, lassen sie ärztlich versorgen und finden ein Zuhause für sie. Damit das gar nicht erst notwendig ist, fordert Tierschützerin Nisha Kumar vor allem eines: "Ihr könnt mit so vielen Dingen umherwerfen, zum Beispiel mit Wasserbomben. Irgendwas Nichtlebendiges, das keine Schmerzrezeptoren hat und sich nicht verletzt!"