Familie aus München unter den Opfern

Vier Deutsche sterben bei Flugzeugunglück auf Mallorca

27. August 2019 - 10:47 Uhr

Hubschrauberunglück auf Mallorca: Keiner der Insassen überlebte den Absturz

Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers mit einem Ultraleichtflugzeug auf Mallorca sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass eine deutsche Familie unter den Opfern ist.

Unglück auf Mallorca: Hubschrauberflug war wohl ein Ausflug

Sieben Menschen sind bei dem Flugzeugunglück auf Mallorca ums Leben gekommen.
Sieben Menschen sind bei dem Flugzeugunglück auf Mallorca ums Leben gekommen.
© REUTERS, HANDOUT, /dam

Wrackteile liegen überall verstreut. Das Ultraleichtflugzeug krachte auf das Gelände einer Finca, brannte dort aus. Auch der Hubschrauber, der dem hessischen Unternehmen "Rotorflug Helicopters" gehört, ist komplett zerstört. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Inca im Inneren der Insel. Keiner der Insassen überlebte. RTL-Reporterin Eva Rullmann berichtet, dass ein deutsches Paar mit seinen zwei Kindern (9 und 11 Jahre alt) verstorben sei. "Sie hatten wahrscheinlich einen Hubschrauberflug als Ausflug gebucht." Zur Identität der Familie sagen die Behörden noch nichts, mit Rücksicht auf die Angehörigen. Nach RTL-Informationen stammt die Familie aus München.

Nach Hubschrauberunglück: Dreitägige Trauer auf Mallorca

Flugzeug- und Hubschrauber-Teile lagen weit verstreut auf Feldern und auf einer Landstraße.
Flugzeug- und Hubschrauber-Teile lagen weit verstreut auf Feldern und auf einer Landstraße.
© Joan Llado / GTres / SplashNews.com

Die deutsche Firma "Rotorflug Helicopters" bestätigte den tödlichen Absturz einer ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit. "Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Das Unternehmen bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an - auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.