HSV am Boden: Zwischen Machtworten und Durchhalteparolen

Bert van Marwijk mag gar nicht hinsehen.
Bert van Marwijk mag gar nicht hinsehen.
© imago/Michael Weber, imago sportfotodienst

16. Februar 2014 - 19:53 Uhr

Schon wieder verloren, schon wieder drei Tore kassiert und schon wieder kein eigenes erzielt: Nach dem 0:3 in Hoffenheim liegen beim Hamburger SV die Nerven blank.

Bert van Marwijk macht sich schon ernsthaft Gedanken über seine Zukunft. "Wenn man denkt, dass es ein anderer besser kann, dann müssen die mir das sagen", sagte der HSV-Trainer nach der "fünften Pleite in Folge - das ist das erste Mal in meiner Laufbahn".

Auch Oliver Kreuzer ist der Ernst der Lage bewusst. "Die Situation ist prekär und wird durch das Ergebnis nicht besser. Wir sind richtig dick im Abstiegskampf drin", so der Hamburger Sportdirektor.

Kapitän Rafael van der Vaart hat für die momentane Verfassung der Mannschaft kein Verständnis. "Wie die Tore reingehen - ich kann es nicht mehr sehen. Die Fans schimpfen zu Recht", sagte der Holländer. "Am Ende des Tages fehlt die Qualität. Es war eine Katastrophe. So macht Fußball auch keinen Spaß. Ich würde auch gerne mal mit drei Punkten nach Hause fahren und zu Hause mal gewinnen. Diese Saison ist eine Katastrophe. Wir müssen schnell die Wende hinbekommen", so van der Vaart, der Coach van Marwijk in Schutz nahm: "Wir spielen eine Katastrophe zusammen - da kann der Trainer nichts dafür."