Hotel-Buchung: Wo lohnt sich All Inclusive wirklich?

Mehr Schein als Sein? Oft entpuppt sich der vermeintliche All-Inclusive-Urlaub vor Ort als Kostenfalle.

10. April 2013 - 8:23 Uhr

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Wer Vollverpflegung bucht, möchte am Urlaubsort möglichst wenig Geld für Essen und Getränke ausgeben. Aber Vorsicht: Jedes Hotel kann festlegen, was zur Verpflegung dazugehört und was nicht. 'All Inclusive' (auf Deutsch: alles im Preis inbegriffen) ist also nicht gleich 'All Inclusive'. Reise-Experte und Buch-Autor Mikka Bender weiß, worauf Sie bei der Hotelbuchung achten sollten.

Verlockende Angebote gibt es überall, wo es Massentourismus gibt. "All Inclusive ist normalerweise ein Komplettpaket: Flug, Transfer, Unterkunft und die komplette Verpflegung - inklusive Getränke", sagt Bender. Meistens halten die Hotels ihr Versprechen auch ein. Aber teilweise erhalten Touristen erst am Urlaubsort den Hinweis, dass beispielsweise Sportaktivitäten oder Fernsehen extra kosten. Auch WLAN, das Nutzen einer Strandliege oder ein zweites Getränk zur Mahlzeit muss nicht selbstverständlich im Preis mit inbegriffen sein.

"Wenn ich genau herausfinden will, was in meinem All-Inclusive-Paket drin ist, muss ich den Reiseprospekt lesen. Ich muss in die Reisebedingungen hineinschauen - ins Kleingedruckte", so Bender. Dort steht oftmals versteckt, was nicht inklusive ist. Ist alles in Ordnung, steht dem Urlaub nichts mehr im Wege.

All Inclusive: Reiseziele, die sich lohnen

Doch in welchen Ländern können Urlauber bedenkenlos 'All Inclusive' buchen? Reise-Experte Bender erklärt: "Nur in ganz wenigen Ländern auf der Welt lohnt es sich wirklich. Nämlich nur da, wo es keine touristische Infrastruktur gibt."

Zu diesen Reisezielen gehören:

Ägypten,

Tunesien,

Dominikanische Republik,

Bahamas

Das Hotel sollte aber mindestens 4 Sterne haben. Bei allem, was darunter liegt, ist die Qualität des Essens oft nicht ideal.

Es gibt auch Regionen, in denen sich das rundum-sorglos-Paket nicht anbietet. "All Inclusive lohnt bei den klassischen Urlaubszielen überhaupt nicht - gemeint sind die Kanaren, Mallorca, das spanische Festland, griechische Inseln und Italien", sagt Bender. Dort ist die Infrastruktur so gut ausgebaut, dass Touristen ohne Probleme und ohne großen Aufwand günstige Restaurants oder Bars finden.

Wer es gern gemütlich mag und von oben bis unten verwöhnt werden will, findet in Mikka Benders Buch 'Die All-Inclusive-Lüge' noch mehr wertvolle Tipps.