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Horst Seehofer stellt sich hinter Hans-Georg Maaßen – SPD hat "starke Zweifel"

Horst Seehofer stellt sich hinter Verfassungsschutz-Chef
Horst Seehofer stellt sich hinter Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen kann aufatmen 00:49

Innenminister sieht keinen Grund für Konsequenzen

Trotz viel Kritik, Rückhalt vom Chef: Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hat von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Rückendeckung erhalten. Er sehe keinen Grund für Konsequenzen, sagte Seehofer laut Teilnehmern einer Sitzung im Innenausschuss des Bundestags. Seehofer bescheinigte dem ranghöchsten Verfassungsschützer, dieser habe dort differenziert und vollständig überzeugend argumentiert. Die SPD sah das hingegen auch nach den entscheidenden Treffen mit Maaßen anders.

Überzeugender Vortrag oder zu viel Vertrauen verloren gegangen?

Während Horst Seehofer nach Teilnehmer-Angaben die Erklärungen des Verfassungsschutzchefs und seinen Ausdruck des Bedauerns zum umstrittenen "Bild"-Interview begrüßte, zweifelt die SPD, ob Maaßen für den Posten der richtige Mann sei. Seehofer hingegen lobte Maaßens Arbeit als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und empfand den Auftritt im Innenausschuss als menschlich überzeugend. Zudem habe sich Maaßen klar gegen Rechtsextremismus geäußert.

SPD-Innenpolitikerin Eva Högl sagte, sie hätte sich von Maaßen nach seinen umstrittenen Äußerungen über fremdenfeindliche Übergriffe in Chemnitz mehr Selbstkritik gewünscht. Es sei viel Vertrauen verloren gegangen. Man werde Seehofer für seine Entscheidung aber noch einige Tage Zeit lassen.

Hans-Georg Maaßen erneuert Kritik an Medien

Maaßen selbst kritisierte bei seinem Auftritt im Ausschuss nach Angaben von Teilnehmern heftig die Medien. Demnach sagte er, man solle "Hetzjagden nicht herbeischreiben". Er sprach von einer negativen Stimmung der Bürger gegenüber Medien und Journalisten und erklärte, Medien hätten den Titel des Videos mit dem Begriff "Menschenjagd" vom Twitter-Nutzer "Antifa Zeckenbiss" übernommen. Vom Echo auf seine Zitate sei er überrascht gewesen.

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