Europa League: Frankfurt verwaltet sich in die Playoffs

Horror-Verletzung überschattet Eintracht-Sieg

16. August 2019 - 10:13 Uhr

Russ mit Verdacht auf Achillessehnenriss

Eintracht Frankfurt hat sich mühelos in die Playoffs zur Gruppenphase der Europa League verwaltet. Im Rückspiel der dritten Quali-Runde besiegte das Team von Trainer Adi Hütter den FC Vaduz in der mit 48.000 Zuschauern ausverkauften Commerzbank-Arena mit 1:0 Schon das Hinspiel hatte die SGE beim Underdog aus Liechtenstein mit 5:0 für sich entschieden. Für die Eintracht war es im fünften Pflichtspiel der neuen Saison der fünfte Sieg - doch dieser wurde überschattet von einer Horror-Verletzung von Marco Russ. Schon nach einer halben Stunde musste der Adler-Kapitän mit Verdacht auf Achillessehnenriss raus. "Es ist ärgerlich und schade. Das tut mir leid. Er ist ein Musterprofi. Er lebt diesen Verein. Es sieht nicht gut aus. Wir sind für ihn da", sagte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Spiel bei Nitro.

FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - AUGUST 15: Fans of Eintracht Frankfurt prior to the Eintracht Frankfurt against FC Vaduz match of UEFA Europa League Third Qualifying Round at Commerzbank Arena on August 15, 2019 in Frankfurt am Main, Germany. (Photo by
Schon vor dem Anpfiff Gänsehautstimmung. Das Motto der Eintracht-Fans: Alle in rot!
© Getty Images, Bongarts

Vaduz mit der ersten Chance

162 Fans des FC Vaduz waren angereist, heißt: etwa drei Prozent der Einwohner von Liechtensteins Hauptstadt fanden den rund 500 Kilometer langen Weg von der idyllischen Finanz-Oase in die hessische Banken-Metropole. Sie unterstützten ihr Team nach Kräften. Mit alpiner Kampfmoral hielten die Gäste die bessere B-Elf der Eintracht, bei denen Sebastian Rode sein Comeback nach langer Verletzungspause gab, zunächst erfolgreich auf Distanz - und hatten durch Pius Dorn (22. Minute) sogar die Führung auf dem Schlappen. Aus 14 Metern knallte der Mittelfeldspieler die Kugel zunächst Timothy Chandler durch die Hosenträger, doch Kevin Trapp breitete seine Flossen aus und entschärfte die bis dato beste Chance des Spiels. Was erst mal wenig verwunderlich war, denn bei den Adlerträgern stand nach dem Kantersieg im Hinspiel vor allem auf dem Matchplan, sich kurz vor dem Saisonstart (Sonntag, 15.30 Uhr, gegen 1899 Hoffenheim) nicht am Gefieder zu verletzen. 

Russ droht monatelange Pause

Doch der Schuss ging - ohne Fremdeinwirkung - nach hinten los. Nach einem Kopfball kam Marco Russ unglücklich auf dem Boden auf und krümmte sich vor Schmerzen. Anschließend musste der SGE-Kapitän von zwei Betreuern gestützt den Rasen verlassen. Nach ersten Einschätzungen geht die Frankfurter Medizinabteilung von einem Achillessehnenriss aus. Russ droht eine monatelange Pause. Kurz zuvor war den Hausherren aus dem Nichts das 1:0 (31.) geglückt. Erst küsste ein strammer Schuss von Mijat Gacinovic den Pfosten, im Nachsetzen donnerte Jonathan de Guzman das Leder unter die Querlatte.

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Auch nach dem Pausentee hielten ich die Euro-Helden der vergangenen Spielzeit in Sachen Spielkultur und Kreativität bedeckt. Mit zunehmender Zeit jedoch bauten die Liechtensteiner konditionell immer mehr ab, sodass sich zwangsläufig Räume für die Eintracht ergaben. Die klarste Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, vergab Dejan Joveljic in der 79. Minute. Nach einem einen blitzsauberen Angriff scheiterte der Stürmer aber am aufmerksamen Vaduz-Keeper Benjamin Büchel.

Am kommenden Donnerstag geht es für die Eintracht im Playoff-Hinspiel um die Gruppenphase bei Racing Straßburg weiter. Die Elsässer setzten sich gegen den bulgarischen Vertreter Lok Plovdiv jeweils mit 1:0 durch.