Gesundheitsupdate

Horror-Unfall: Tiger Woods vor ungewisser Zukunft

24. Februar 2021 - 14:57 Uhr

Schlimme Verletzungen

Die erhoffte Rückkehr auf den Golfplatz hat sich für Golf-Legende Tiger Woods (45) wohl für lange Zeit erledigt, denn für den Superstar geht es nach einem fürchterlichen Autounfall darum, wieder laufen zu können. Hier erfahren Sie, wie es Tiger Woods nach dem Unfall geht.

Tiger Woods hätte bei dem Unfall sterben können

Lebensgefahr besteht nicht. Der 15-malige Major-Sieger sei nach der Operation der komplizierten Trümmerbrüche im rechten Bein "wach, ansprechbar und erholt sich nun in seinem Zimmer".

Nach der bitteren Diagnose wird Woods nicht so schnell auf den Golfplatz zurückkehren - für den Superstar geht es jetzt darum, wieder laufen zu können. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) war der 45 Jahre alte US-Amerikaner in Los Angeles mit dem Auto von der Straße abgekommen und hatte sich mehrfach überschlagen. Nach Angaben der Behörden hatte der Vater von zwei Kindern Glück, er hätte im schlimmsten Fall auch sterben können. "Vorne und hinten war alles kaputt, aber der Innenraum war weitestgehend unbeschädigt. Das war das Polster, ansonsten wäre es tödlich gewesen", sagte der zuständige Sheriff Alex Villanueva über das demolierte Auto.

Woods wurde nach der Rettung umgehend in eine Klinik gebracht und operiert. "Offene Trümmerbrüche, die den oberen und unteren Teil des Schien- und Wadenbeins betroffen haben, wurden durch einen Stab im Schienbein stabilisiert", berichtete der Arzt Anish Mahajan in einer vom Woods-Management verbreiteten Stellungnahme.

Weitere Knochenverletzungen im Fuß und Knöchel seien mit einer Kombination aus Schrauben und Pins stabilisiert worden. Bei dem langen operativen Eingriff am rechten Bein sei zudem Druck vom Muskel genommen worden. Ob Woods bei dem Unfall nur am rechten Bein oder, wie von den Behörden zuvor angegeben, doch an beiden Beinen verletzt wurde, ging aus der Stellungnahme nicht hervor.

Keine Drogen im Spiel

Polizei und Feuerwehr berichteten bei einer Pressekonferenz davon, dass es bei Woods keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten gegeben habe bei dem Vorfall auf einer steil abfallenden Straße, auf der Unfälle häufiger vorkommen. Der Abschnitt in der noblen Gegend sei bekannt für überhöhte Geschwindigkeiten. Erlaubt sind dort 45 Meilen pro Stunde (etwa 72 km/h). Der Polizist Carlos Gonzalez berichtete, er habe dort schon Autos mit 80 Meilen pro Stunde (fast 130 km/h) gesehen. Das Wetter habe keine Rolle gespielt, bei dem Unfall nach 7.00 Uhr gab es bereits Tageslicht.

"Es wird Tage oder Wochen dauern, bis alles ermittelt ist", sagte der zuständige Sheriff Alex Villanueva. Woods sei mit "einer vergleichsweise höheren Geschwindigkeit als normal" unterwegs gewesen und habe großes Glück gehabt. "Vorne und hinten war alles kaputt, aber der Innenraum war weitestgehend unbeschädigt. Das war das Polster, ansonsten wäre es tödlich gewesen", sagte Villanueva über das demolierte Auto.

Auf TV-Aufnahmen und Fotos war zu sehen, wie das schwere Auto ein gutes Stück von der Straße entfernt auf der Fahrerseite lag. Es habe keine Bremsspuren gegeben, berichtete Villanueva. Woods sei durch die Frontscheibe befreit worden. Der Geländewagen des Sponsors, bei dessen PGA-Turnier in Los Angeles Woods am Wochenende Gastgeber gewesen war, habe einen etwa 20 Zentimeter dicken Baum durchschlagen und sei über die beiden Gegenfahrbahnen geschleudert. Einen Telefonmasten verpasste das Fahrzeug nur knapp.

Als Polizist Gonzalez Minuten nach dem Notruf eines Anwohners angekommen sei, war Woods den Angaben zufolge bei Bewusstsein und konnte sprechen. Andere Fahrzeuge waren nicht beteiligt. Erst nach dem Unfall habe es einen kleineren Zusammenstoß weiterer Autos gegeben, hieß es.

Karriere-Aus durch Unfall?

Woods war am Wochenende Gastgeber eines PGA-Turniers in Los Angeles gewesen und hatte dem Sieger Max Homa den Pokal überreicht. Er selbst konnte nach seiner fünften Operation am Rücken im Dezember nicht teilnehmen und wollte beim Masters in Augusta im April wieder spielen. "Gott, ich hoffe es", hatte er auf eine entsprechende Frage geantwortet. Daraus wird nun sicher nichts. US-Medien spekulieren bereits, ob der Unfall gleichbedeutend mit dem Karriereende sei.

Quelle: DPA