2018 M12 15 - 14:49 Uhr

Schweizer Gisin nach Sturz ins Krankenhaus transportiert

Ein Sturz von Marc Gisin hat die Abfahrt in Gröden überschattet. Der Schweizer wurde in ein Krankenhaus geflogen.

Gisin nach Sturz bewusstlos

Der Schweizer Skirennfahrer Marc Gisin ist bei der Weltcup-Abfahrt von Gröden schwer gestürzt. Der 30-Jährige kam nach gut einer Fahrminute zu Fall, schlug mit dem Kopf auf und blieb bewusstlos liegen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Sanitäter versorgten Gisin, ein Rettungshubschrauber landete sofort auf der Saslong-Piste und flog den Verunglückten nach 20 Minuten Behandlungszeit in ein Krankenhaus. Das Rennen in den Südtiroler Dolomiten war für rund eine halbe Stunde unterbrochen.

"Marc ist aufgewacht und sein Zustand stabil", sagte seine Schwester Michelle, die Kombinations-Olympiasiegerin von Pyeongchang, dem Schweizer 'Blick'. Weitere Informationen zum Zustand des Rennfahrers gibt es nicht.  

Sturz ohne Ski-Airbag

Gisin hatte bei hoher Geschwindigkeit die Ski verkantet und konnte einen Sturz dann nicht mehr vermeiden. Er wurde auf dem Streckenabschnitt der Kamelbuckel in die Luft geschleudert und prallte hart auf. Gisin trug keinen Ski-Airbag. Diese Weste bläst sich innerhalb von Sekundenbruchteilen von selbst auf und absorbiert bis zu 85 Prozent der Kraft des Aufpralls. 

Schon 2015 schwer verunglückt

Der Eidgenosse ist der Bruder der Olympiasiegerinnen Dominique und Michelle Gisin. Er war im Januar 2015 beim Super-G von Kitzbühel schon schwer gestürzt und hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.