Nach Flug aus London am Flughafen Hannover gestrandet

Augenzeugin über Horrornacht: „Babys haben geschrien, Kinder waren total fertig“

23. Dezember 2020 - 9:23 Uhr

Corona-Mutation in Großbritannien sorgt für Ausnahmezustand

Eine Nacht am Flughafen – jeder, der das durch eine Verspätung oder wegen eines gecancelten Fluges schon einmal durchmachen musste, weiß: Das ist alles andere als gemütlich! Auch nicht für die Passagiere des letzten Fluges von London nach Hannover am Sonntagabend, bevor alle Flugverbindungen wegen der in Großbritannien um sich greifenden Corona-Mutation VUI2020/12/01 gestrichen wurden. Doch bei ihnen mischte sich noch etwas anderes in die Gefühlslage: Sorge! Wie lange werden sie wohl am Flughafen festgehalten? Wann kommen die Corona-Testergebnisse? Und: Habe ich mich vermutlich mit der wohl besonders ansteckenden Virus-Variante infiziert?

Die Nacht des Wartens im kalten Terminal war für alle hart – vor allem für Familien mit kleinen Kindern, wie uns Sophie, eine Augenzeugin, im Video berichtet. Sie war eine von rund 60 Passagieren, die nach der Ankunft am Flughafen Hannover festgehalten wurde.

„Die rechte Hand wusste nicht, was die Linke macht“

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"Die Leute waren nicht vorbereitet", erzählt die Betroffene gegenüber RTL. "Ich nehme das nicht böse, die machen alle nur ihren Job. Es war ein großes Durcheinander, es war super unorganisiert, die rechte Hand wusste nicht, was die Linke macht."

Auch wenn die Nacht hart war, es in der Flughafenhalle kalt gewesen sei und kaum einer wirklich geschlafen habe, haben sich alle zuständigen Mitarbeiter*innen so gut wie möglich um die gestrandeten Passagiere gekümmert. "Die haben auch nachts noch Babynahrung organisieren können, das war sehr großzügig", so Sophie.

Wie aufgeheizt die Stimmung wegen der chaotischen Informationslage am Flughafen war, sehen Sie hier!

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