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Homophobie in Russland: So werden Homosexuelle angegriffen

Homophobie in Russland: So werden Homosexuelle angegriffen

Diskriminierung ist Alltag

In Russland ist "Propaganda" von Beziehungen, die nicht den traditionellen Vorstellungen entsprechen, per Gesetz verboten. Wer dagegen verstößt, muss empfindliche Strafen fürchten. Zwei junge Männer wagen es trotzdem, Hand in Hand durch Moskau zu laufen. Das Video, das die beiden YouTuber mit versteckter Kamera zeigt, macht deutlich, wie tief der Hass auf Homosexuelle in der Gesellschaft verwurzelt ist.

Abschätzige Blicke sind noch die harmlosesten Reaktionen der Passanten. Zahlreiche Leute beschimpfen die beiden Männer, die nichts weiter tun als händchenhaltend durch die Stadt zu laufen. Einige rempeln sogar oder bauen sich drohend vor den beiden auf. Die Macher des Videos wollen zeigen: Diskriminierung von Homosexuellen ist Alltag.

Auf das Video von der Aktion, das die beiden auf ihrem YouTube-Kanal 'ChebuRussiaTV' veröffentlichten, gibt es im Netz ganz unterschiedliche Reaktionen. Ein Nutzer schreibt beispielsweise, dass es Homophobie in jedem Land der Welt gäbe. Es sei aber wohl einfach cool, die Russen als schlimmste Bösewichte darzustellen. Viele andere äußern aber auch ihr Entsetzen: "Das ist so ekelhaft. Es gibt keine Entschuldigung dafür, Menschen so schrecklich zu behandeln. […] Russland sollte sich schämen. Der Rest von uns tut es jedenfalls."