Homophobie in Russland: Gewalt gegen Homosexuelle nimmt drastisch zu

13. Dezember 2013 - 13:44 Uhr

In Moskau hat die Leichtathletik- Weltmeisterschaft begonnen. Doch das Sportfest wird überschattet von der zunehmenden Verfolgung Schwuler und Lesben in Russland. Seit dort ein Gesetz in Kraft getreten ist, das schon Berichte über Homosexualität unter Strafe stellt, ist die Zahl gewaltsamer Übergriffe drastisch gestiegen. Im Internet kursieren etliche Videos, auf denen Rechtsradikale Schwule und Lesben misshandeln.

Polizei geht gegen Demonstranten vor
Eine Spezialeinheit der Polizei führt Demonstranten einer Schwulendemo in Moskau ab (Archivbild).
© dpa, A3850 Ulf Mauder

Sie werden auf offener Straße beschimpft, geschlagen und getreten – nur, weil sie homosexuell sind. Über das Internet suchen russische Rechtsradikale sogar gezielt Kontakt zu Homosexuellen. Sie locken sie unter dem Vorwand eines Treffens in den Hinterhalt – um sie dann brutal zu misshandeln. Die Angreifer filmen ihre Taten, brüsten sich damit im Internet – und bekommen von Teilen der russischen Bevölkerung Zuspruch.