Holter: Geld aus Digitalpakt nicht nur für Geräte ausgeben

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13. August 2019 - 16:00 Uhr

Das Geld aus dem Digitalpakt für Schulen soll nach dem Willen von Bildungsminister Helmut Holter nicht nur für Endgeräte wie Tablets ausgegeben werden. "Digitalisierung besteht nicht darin, irgendwelche Endgeräte zu kaufen", sagte Holter am Dienstag in Erfurt. Über den Digitalpakt von Bund und Ländern fließen bis 2024 rund 132 Millionen Euro vom Bund nach Thüringen. Weitere rund 15 Millionen Euro will das Land als Kofinanzierung beisteuern. Mit dem Geld soll die Digitalisierung an den Schulen vorangebracht werden.

"Erste Voraussetzung ist, dass die Schule tatsächlich an das Breitbandnetz angeschlossen ist", sagte Holter. Es müsse aber auch geschaut werden, was in den Schulen gebraucht werde. Daher sollen die Schulen nun Konzepte erarbeiten. Es brauche etwa Leitungen, Router und Firewalls. "Es können aus dem Digitalpakt auch Endgeräte bezahlt werden - aber nicht alle", sagte Holter. Mit Hilfe des Digitalpakts könnten etwa Geräte finanziert werden, wenn sich Familien die Anschaffung nicht leisten könnten.

Mit dem neuen Schuljahr tritt in Thüringen eine Verwaltungsvorschrift in Kraft, die regelt, wie viel Geld die Kreise, kreisfreien Städte und freie Träger jeweils aus dem Digitalpakt bekommen. Über den größten Anteil darf sich Erfurt freuen, wo rund 13 Millionen Euro investiert werden sollen. Auf Schulen in freier Trägerschaft entfallen rund 14,6 Millionen Euro.

Quelle: DPA