Hoher Sachschaden bei Brandanschlag in Göttingen

06. Dezember 2019 - 17:10 Uhr

Der Brandanschlag auf die Ausländerbehörde in Göttingen von Ende November hat nach Angaben der Polizei einen Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro verursacht. Von den Tätern fehle auch knapp zwei Wochen später noch jede Spur, teilte die Polizei der Universitätsstadt am Freitag mit. Mit Flugblättern würden mögliche Zeugen um Mithilfe gebeten.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Unbekannten Kraftstoff als Brandbeschleuniger benutzt. Damit setzten sie das historische Amtshaus in den Morgenstunden des 25. November in Flammen. Der Brand hatte niemanden verletzt.

Die Verantwortlichen würden in der linksextremen Szene gesucht, teilte die Polizei mit. Nach dem Brand war im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Der Anschlag sei ein Protest gegen die Asylpolitik des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière, der in Göttingen eine Lesung halten wollte. Auch die Mitarbeiter der Ausländerbehörde wurden verbal bedroht.

Quelle: DPA