Spaziergänger machten grausige Entdeckung

Babyleiche in der Uckermark gefunden – Verbindung zu Fall von 2014?

Spaziergänger haben am Sonntagnachmittag in der Nähe von Hohenfelde (Landkreis Uckermark) ein totes Baby entdeckt (Symbolbild).
Spaziergänger haben am Sonntagnachmittag in der Nähe von Hohenfelde (Landkreis Uckermark) ein totes Baby entdeckt (Symbolbild).
© dpa, Matthias Balk, mbk tba

23. März 2020 - 15:09 Uhr

Totes Baby soll obduziert werden

Spaziergänger haben am Sonntagnachmittag in der Nähe von Hohenfelde (Landkreis Uckermark) bei Schwedt ein totes Baby entdeckt. Die Leiche soll nun obduziert werden. Wann dazu Ergebnisse veröffentlicht werden, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen. Bislang ist noch nicht bekannt, ob es sich bei dem Kind um einen Jungen oder ein Mädchen handelt.

Leiche an Ufer zwischen Friedrichsthal und Gartz entdeckt

Die Babyleiche lag am Ufer der Friedrichsthaler Wasserstraße zwischen den Orten Hohenfelde und dem Gartzer Ortsteil Friedrichstal. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts aufgenommen.

Totes Mädchen lag 2014 auf Wiese nahe jetzigem Fundort

In der Nähe wurde bereits 2014 auf einer Wiese ein totes Baby in einer Tüte gefunden. Die Obduktion ergab damals, dass das kleine Mädchen lebensfähig und nicht auf natürliche Weise gestorben war. Es sei ein nach der Geburt vollständig entwickelter und lebensfähiger weiblicher Säugling gewesen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen führten trotz Öffentlichkeitsfahndung zu keinen Ergebnissen.

Sollten neue Erkenntnisse ergeben, dass der aktuelle und der ältere Fall in Verbindung gebracht werden können, würden die Ermittlungen auch zur Babyleiche aus dem Jahr 2014 wieder aufgenommen, sagte die Polizeisprecherin dazu. "Die Ermittlungen laufen nun in alle Richtungen, natürlich auch mit dem Ziel, die Mutter zu finden."