Hohe Zinsen: Krise in Spanien verschärft sich

13. Februar 2016 - 3:16 Uhr

Die Schuldenkrise hat sich in Spanien dramatisch verschärft. Das Euro-Krisenland kann sich erneut nur zu deutlich höheren Zinsen frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen. Das teilte die nationale Schuldenverwaltung in Madrid mit.

Die Rendite für eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die bei solchen Auktionen innerhalb einer Spanne liegt, betrug im Schnitt 6,975 Prozent - im Vergleich zu 5,433 Prozent im Oktober bei einer ähnlichen Finanzierungsrunde - und maximal sogar 7,088 Prozent.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE meldete, ist dies der höchste Zinswert seit 14 Jahren. Ein Niveau von mehr als sieben Prozent gilt als kritisch, da Portugal und Irland bei diesen Renditen Hilfen aus dem Rettungsschirm beantragten. Spanien nahm durch die Begebung der Papiere 3,56 Milliarden Euro ein.