Gegen die Corona-Langeweile

Hohe Nachfrage nach Haustieren: Doch was passiert, wenn das Homeoffice vorbei ist?

26. Mai 2020 - 19:02 Uhr

Wegen Homeoffice: Hohe Nachfrage nach Haustieren

Auch Tierheime hatten während der Corona-Krise lange geschlossen. Jetzt dürfen sie wieder öffnen und das mit Erfolg: Der Wunsch nach einem Haustiere scheint bei vielen Menschen groß zu sein und damit auch Grund zur Freude für viele Tiere. Sie können endlich eine neue Familie finden. Doch was passiert, wenn die Zeit im Homeoffice und Homeschooling vorbei ist und das Haus wieder leer steht? Tierheim oder Züchter haben große Bedenken, dass dann viele Tiere wieder zurückgegeben werden. Warum sich Menschen gerade in Zeiten von Corona nach einem Haustier sehnen, sehen Sie im Video.

"Bin ich bereit mich 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr konsequent um das Tier zu kümmern?“

Homeschooling und Homeoffice führen bei dem ein oder anderen Tierfreund zu mehr Zeit. Im Hamburger Tierheim in der Süderstraße zeigt sich, dass sich gerade während der aktuellen Corona-Lage immer mehr Menschen für ein neues Haustier interessieren.

Zwar ist die Freude groß, dass viele Tiere ein neues Zuhause gefunden haben, jedoch herrscht auch Skepsis bei Tierheimen und Züchtern: Über die Zukunft der Tiere nach Corona machen sich die Interessenten teils wenig Gedanken. Die Vermittler prüfen die Bewerber daher sehr genau, so auch Beagle Züchterin Beate Quast: "Bin ich bereit mich 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr konsequent um das Tier zu kümmern? Bin ich mir klar, dass das Tier 10-15 Jahre Teil der Familie sein wird, für das ich verantwortlich bin?"     
                                                                   
Für das Tierheim Süderstraße in Hamburg ist die hohe Nachfrage nach Haustieren erstmal ein sehr positives Signal und erfreuliches Zeichen - dennoch heißt es auch hier: Nicht jeder, der ein Haustier adoptieren will, bekommt es auch. "Gar nicht so selten dass wir sagen passt nicht, nein, wir vermitteln nicht. Das Tier ist keine Ware, wir sind kein Supermarkt, sondern ein neues Familienmitglied", so Sven Fraaß vom Tierheim Süderstraße.