Nur noch etwa 300 ihrer Art

Hoffnungsschimmer! Vom Aussterben bedrohte Gorilla-Familie fotografiert

Seltene Gorilla-Art fotografiert
Seltene Gorilla-Art fotografiert
© dpa, -, SA BC hen nwi

09. Juli 2020 - 10:11 Uhr

Ermutigende Aufnahmen von Gorilla-Familie

Es ist eine Sensation: Tierschützer haben es geschafft in Nigeria Fotos von extrem seltenen Gorillas und ihren Jungen aufzunehmen. Die Cross-River-Gorillas wurde in den abgelegenen Mbe-Bergen im Süden des Landes von Kamerafallen fotografiert, wie die Wildlife Conservation Society (WCS) mitteilte. Die Cross-River-Gorillas sind stark vom Aussterben bedroht, es gibt laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) nur etwa 300 Tiere.

Forscher hielten die Gorillas für ausgestorben

This photo taken by a camera trap shows a Cross River gorilla in the Mbe Mountains of Nigeria on Monday, June 22, 2020. Conservationists have captured the first images of a group of rare Cross River gorillas with multiple babies in the Mbe mountains
Die Cross-River-Gorillas sind vom Aussterben bedroht.
© AP, SA BC

Die geringe Zahl der Tiere beruht vor allem auf Wilderei und dem Verlust von Lebensraum. Die Gorillas werden der WCS zufolge inzwischen nicht mehr unbedingt selbst gejagt - die für andere Tiere gelegten Fallen stellen aber eine Bedrohung für sie da. Lange wurde angenommen, dass die Tiere ausgestorben waren, bis sie in den 1980ern wieder entdeckt wurden. Die Gorillas leben nur in einem Gebiet an der Grenze zwischen Nigeria und Kamerun.

Erstmals mehrere Junge fotografiert

HANDOUT - 30.01.2020, Nigeria, ---: Dieses von einer Kamerafalle aufgenommene Foto zeigt eine Gruppe der seltenen Cross-River-Gorillas. Auf den Fotos sind auch mehrere Jungtiere zu sehen, ein Beweis dafür, dass sich die einst vom Aussterben bedrohte
Ermutigende Aufnahmen einer Kamerafalle in Nigeria.
© dpa, -, SA BC hen nwi

Zuletzt konnte die WCS nach eigenen Angaben 2012 und 2013 Fotos einzelner Gorillas aufnehmen. Diese neuen Bilder seien nun aber "das erste Mal, dass mehrere Junge in einer Gruppe fotografiert wurden", sagte Andrew Dunn, der Landesdirektor der WCS in Nigeria, am Mittwoch.

Dies sei sehr ermutigend, denn es bedeute, dass es der Gruppe gut gehe. "Wenn Tiere gestört werden, werden sie sich nicht erfolgreich fortpflanzen." Die WCS bemüht sich seit Jahren, die Gorillas verstärkt zu schützen und die Population aufzubauen.