Hoffnungsschimmer für den Frieden: Süd- und Nordkorea führen Gespräche im Grenzgebiet

09. Januar 2018 - 19:45 Uhr

Nordkorea schickt Delegation zu Olympischen Winterspielen nach Südkorea

Einen kleinen Hoffnungsschimmer für den Frieden gibt es aus dem fernen Korea. Der Norden und der Süden reden wieder miteinander! Zum ersten Mal seit zwei Jahren. Unterhändler aus beiden Ländern trafen sich in der Nacht zum Dienstag im streng gesicherten Grenzort Panmunjom. Dabei wurde vereinbart, dass Nordkorea in einem Monat eine hochrangige Delegation zu den Olympischen Winterspielen in den Süden schickt.

Kim Jong Uns überraschendes Angebot

Vielleicht ein erster Schritt zu besseren Beziehungen, die vor allem wegen der nordkoreanischen Atomtests extrem angespannt sind. Nordkorea bot auch an, eine Fan-Gruppe für die Wettkämpfe, eine Künstlergruppe sowie ein Taekwondo-Showteam zu entsenden, erzählte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums. Die südkoreanische Delegation schlug im Gegenzug unter anderem Gespräche über humanitäre Fragen vor. Die Rot-Kreuz-Verbände beider Länder sollten über neue Treffen zwischen getrennten koreanischen Familien reden.

Die Gespräche fanden auf südkoreanischer Seite des Grenzorts Panmunjom statt. Beide Länder hatten sich nach einem überraschenden Friedensangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un auf das Treffen geeinigt. Kim hatte am Neujahrstag erklärt, eine Delegation zu den Olympischen Spielen vom 9. bis zum 25. Februar schicken zu wollen.