Hoeneß: Pep entscheidet über Robbens Zukunft

Wird die Luft für Arjen Robben beim FC Bayern unter Umständen dünn?
Wird die Luft für Arjen Robben beim FC Bayern unter Umständen dünn?
© dpa, Marc Müller

30. März 2013 - 18:44 Uhr

Arjen Robben hat seinen Status der Unverkäuflichkeit beim FC Bayern inzwischen eingebüßt. Uli Hoeneß erklärte, dass die Zukunft des Holländers einzig in den Händen von Pep Guardiola läge, der das Team nach der Saison übernehmen wird.

"Guardiola ist der neue Trainer. In sechs bis acht Wochen werden wir wissen, was er will und mit wem er arbeiten möchte", sagte Hoeneß dem holländischen 'Telegraaf'. "Wenn er meine Meinung hören will, würde ich ihm sagen, dass Arjen Robben beim FC Bayern bleiben sollte", fügte der Bayern-Präsident hinzu. Zwischen den Zeilen heißt das klar: Robben ist nicht mehr unantastbar.

Eine Flut an Neuzugängen wird es unter Guardiola jedoch nicht geben: "Nach ersten Einschätzungen würde ich sagen, dass wir höchstens zwei, drei Einkäufe tätigen werden. Wir haben bereits einen hervorragend zusammengestellten Kader - auch in Bezug auf das Alter", so Hoeneß.

Kleinkrieg gegen van Gaal geht in die nächste Runde

Louis van Gaal, Uli Hoeneß
Uli Hoeneß unterstellt van Gaal Größenwahn.
© dpa, Peter Kneffel

Der 61-Jährige nutze das Interview zudem für ein weiteres Kapitel im Kleinkrieg gegen Louis van Gaal. Weil der Holländer im 'De Telegraaf' behauptet hatte, dass Guardiola in München die Philosophie van Gaals fortführen würde, platzte dem Bayern-Präsidenten der Kragen.

"Nur Louis van Gaal kann sowas behaupten. Sein Problem ist, dass er sich nicht für Gott hält, sondern den Vater von Gott. Bevor die Welt erschaffen wurde, gab es schon Louis", sagte Hoeneß.

Allerdings machte der FCB-Boss seinem Ex-Trainer auch Zugeständnisse. Er bezeichnet van Gaal als "guten Fußballtrainer, der das Erbe seines schlechten Vorgängers Jürgen Klinsmann angetreten hat und bei uns aufgeräumt hat."

Aber nur, um danach wieder zu relativieren: "Aber weiter geht seine Beteiligung am heutigen Erfolg nicht. Und das gilt auch nicht für die Verpflichtung von Guardiola."