12. Juli 2019 - 17:30 Uhr

Im Bauhaus-Jahr widmet das Angermuseum Erfurt dem Maler Adolf Hölzel (1853-1934) als frühem Wegbereiter der Moderne eine Sonderausstellung. Gezeigt werden nach Angaben vom Freitag mehr als 100 Arbeiten des Künstlers, der sich nach den vom Impressionismus und Realismus geprägten frühen Schaffensjahren im Spätwerk der abstrakten Malerei zuwandte. In der Ausstellung, die am Samstag eröffnet wird und bis zum 6. Oktober läuft, sind laut Museum Ölgemälde, Pastelle, Collagen und Glasfenster zu sehen, aber auch Schriftsockelbilder und Tuschzeichnungen. 28 Arbeiten werden erstmals öffentlich gezeigt.

Hölzel lehrte selbst nicht am Bauhaus, der vor 100 Jahren in Weimar gegründeten Kunst-, Architektur- und Designschule. Er unterrichtete an der Stuttgarter Kunstakademie, wo unter anderen die späteren Bauhäusler Oskar Schlemmer, Ida Kerkovius und Johannes Itten seine Schüler waren. Hölzel habe als einer der ersten Künstler das Unbewusste als Potenzial für die bildende Kunst gesehen, so die Veranstalter. Lange vor den Surrealisten entwickelte er ab 1898 eine eigene Form des automatischen, gegenstandslosen Zeichnens.

Die Stücke für die Erfurter Ausstellung kommen von der Adolf-Hölzel-Stiftung in Stuttgart, aus Privatsammlungen und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.

Quelle: DPA