Andenken wird zum Alptraum

Amanda erleidet Höllenqualen nach Henna-Tattoo im Thailandurlaub

27. Februar 2020 - 14:13 Uhr

Hennafarben verbrennen gesamten linken Oberarm

Es sollte eine schöne Urlaubserinnerung werden und wurde schließlich zum schmerzhaften Alptraum. Amanda hatte sich in Thailand für ein kunstvolles Henna-Tattoo entschieden. Das Mandala-Motiv bedeckt ihren gesamten linken Oberarm, von der Schulter bis zum Ellenbogen. Doch zwei Tage später entzündet sich der gesamte Oberarm. Die 30-jährige US-Amerikanerin aus Des Moines in Iowa erleidet schwere Verbrennungen, ausgelöst durch die aggressive chemische Substanz in der Hennafarbe. Welche Tortur sie über sich ergehen lassen musste und wie ihr Urlaub weiterging, zeigen wir im Video.

Schwere Verletzungen mit Hennafarben nicht selten

Immer wieder kommt es zu schweren Verletzungen mit Henna-Tattoos. Vor allem im Ausland werden die Farben oft nicht ausreichend kontrolliert, die Wirkstoffe entpuppen sich als äußerst aggressiv. Erst im letzten Jahr hat die Australierin Brooke nach einem Henna-Tattoo beinahe ihre Hand verloren.

Die Bloggerin Naomi wollte einen Beautytrend ausprobieren und hat sich Sommersprossen mit Hennafarben ins Gesicht gemalt. Womit sie nicht gerechnet hat: dass ihre Gesichtshaut hochallergisch auf die Hennafarbe reagiert.

Darum ist Henna eine unterschätzte Gefahr

Hautärztin Dr. Yael Adler hat uns verraten, warum die Tattoos, die sich Touristen oft viel zu leichtsinnig im Urlaub aufmalen lassen, mit Vorsicht zu genießen sind:

  • Es gibt unterschiedliche Henna-Mischungen. Der Verbraucher kann oft nicht erkennen, ob es sich um reines Natur-Henna handelt oder um ein Produkt, dem Chemikalien oder manchmal sogar Schwermetalle beigemischt sind. Auf letzteres reagieren manche Menschen allergisch. Finger weg von diesen Farben, rät daher die Hautärztin.
  • Jeder, der Henna benutzt, sollte sich die Liste der Inhaltsstoffe ganz genau anschauen. Der dunkle Farbstoff Para-Phenylendiamin ist hochallergen und gilt sogar, so Adler, als genschädigend.
  • Henna-Farbe wird auf die oberste Hautschicht aufgetragen und hält so lange, wie es braucht, bis wir die oberste Hautschicht wieder verlieren. Das ist vergleichbar mit dem Effekt von Selbstbräuner. Über Tage und Wochen können immer wieder Partikel im Körper freigesetzt werden und allergische Reaktionen entstehen. Das Gefährliche: Diese Allergien können sogar ein Leben lang bleiben.
  • Auf keinen Fall sollten Sie sich ein Henna-Tattoo im Urlaub am Strand malen lassen. Die Farben werden im Ausland nicht ausreichend kontrolliert, warnt das "Ärzteblatt".