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Hochwasser: Baden-Württemberg und Bayern kämpfen mit Überflutungen

Hochwasser: Baden-Württemberg und Bayern kämpfen mit Überflutungen

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und örtlich sogar Erdrutsche - der Süden Deutschlands kämpft nach den starken Regenfällen der letzten Tage mit den Wassermassen. Der Ort St. Blasien im Schwarzwald wurde zum Teil evakuiert, 150 Anwohner verbrachten die Nacht vorsorglich in einer Turnhalle. Gegen Morgen gaben die Rettungskräfte vorsichtig Entwarnung. In den nächsten Tagen bleibt das Hochwasser-Risiko in der Region und vielen anderen Teilen Deutschlands jedoch hoch.

Landkreis Waldshut: Polizei befürchtete Katastrophe

Geröllmassen liegen am 05.01.2018 in Menzenschwand im Schwarzwald (Baden-Württemberg) vor einem Feuerwehrwagen auf der Strasse. Langanhaltende Regenfälle und Schneeschmelzen haben einen Sturzbach an einem Berghang verursacht. Nach Angaben der Feuerwe
Die Wassermassen hielten die Rettungskräfte auf Trab.
pse gfh, dpa, Patrick Seeger

In Baden-Württemberg und Bayern waren die Rettungskräfte wegen überfluteter Straßen die ganze Nacht im Einsatz, im Oberallgäu und in Franken traten Bäche über die Ufer. Im Kreis Lindau sind laut Polizei Keller und Garagen vollgelaufen, die Schäden seien noch nicht zu beziffern.Grund für das starke Hochwasser ist das Tauwetter und der starke Niederschlag der letzten Tage. In der Stadt St. Blasien im Landkreis Waldshut, hatte die Polizei zwischenzeitlich vor einer "Katastrophe" gewarnt, Häuser seien von Erdrutschen bedroht gewesen. Im Laufe der Nacht gab es hier jedoch Entwarnung. Die Aufräumarbeiten in St. Blasien werden aber wahrscheinlich Wochen andauern.

Auch andere Teile Deutschlands sind vom Hochwasser betroffen. Auf der Mosel wurde der Schiffsverkehr eingestellt, ein ähnliches Schicksal droht in den nächsten Tagen dem Rhein. Laut Wettervorhersage bleibt die Lage weiter angespannt. Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird die Flüsse weiter ansteigen lassen. Während an Rhein und Mosel vielerorts Uferstraßen gesperrt wurden, wird auf der Donau erst zum Wochenende mit Hochwasser gerechnet. In Regensburg werden deshalb rund um die historische Altstadt Schutzwände aufgebaut. Entspannung ist hingegen an der Saar in Aussicht, da der Pegel zum Wochenende sinken soll. Die Saarbrücker Stadtautobahn musste nicht - wie zwischenzeitlich befürchtet - gesperrt werden.