Hochhausbrandbrand in Halle: Drei Menschen sterben

Verkohlte Hausfassade
Die Flammen schlugen aus dem Fenster im 8. Stock - diese Nachbarin konnte schon wieder in ihre Wohnung zurückkehren
dpa, Peter Endig

Identifizierung der verbrannten Opfer schwierig

Bei einem Feuer in einem Hochhaus in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Bewohner und zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Brand in der Nacht zu Samstag verletzt.

"Wir vermuten, dass es sich bei einem von ihnen um einen 54 Jahre alten Wohnungsmieter handelt", sagte eine Polizeisprecherin. Bei den anderen beiden Opfern gebe es noch keine Vermutung, die Leichen seien stark verbrannt.

Auch die Brandursache ist noch unklar. Kriminaltechniker und ein sogenannter Brandmittel-Suchhund überprüften die teilweise komplett verrußten Wohnungen in der siebten Etage nach Hinweisen. Der Hund habe bislang nicht angeschlagen. Das bedeute, dass es zunächst keine Hinweise auf ein vorsätzlich gelegtes Feuer - etwa mit Benzin oder ähnlichem - gebe.

Dichter Rauch behindert Rettungsarbeiten

Einige Bewohner konnten wegen des dichten Rauchs ihre Wohnungen zunächst nicht verlassen. Zwei Hausbewohner und zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Brand verletzt und mussten medizinisch versorgt werden – einer der Bewohner im Krankenhaus, hieß es weiter. 19 Anwohner konnten sich ohne größere Schäden selbst aus dem Haus retten. Sie seien zunächst bei Verwandten, Bekannten oder in einem Hotel untergekommen.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten, Notärzten und anderen Rettungskräften war in der Nacht im Einsatz. Seelsorger kümmerten sich auch um aufgewühlte Feuerwehrleute.