Hobby-Schrauber machen E-Oldtimer flott

Horst-Dieter Görg vor dem Elektroauto HAWA EM3. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

03. Februar 2020 - 7:00 Uhr

In der Diskussion über die Verkehrswende dreht sich alles um E-Autos - in der Oldtimerszene sind sie selten. Zum ersten Mal macht die Hanomag-Interessengemeinschaft in Bockenem-Störy bei Hildesheim einen alten Stromer flott, einen Hawa EM3 von 1922. Von dem Elektroauto mit einer Reichweite von 70 bis 100 Kilometern gebe es noch zwei Exemplare, sagte Vereinsvorstand Horst-Dieter Görg.

Einer stehe heute im Historischen Museum Hannover, der andere - der kleine Lieferwagen in Störy - gehöre dem Stromanbieter BS Energy in Braunschweig. Elektromobilität gebe es seit rund 150 Jahren, sagte Görg. Für ihn sei bis heute offen, welche Antriebsart sich durchsetzen wird.

Vor 100 Jahren machten Elektroautos fast 40 Prozent des automobilen Verkehrs allein in New York aus. In anderen Metropolen war es ähnlich. Schwierigkeiten bereiteten damals wie heute die vor allem in den Städten gute Ladeinfrastruktur, die langen Ladezeiten und die Reichweite. Denn Strecken über 300 Kilometer waren zwar im Test drin - im realen Betrieb aber immerhin schon teils mehr als 100 Kilometer. Damals war die automobile Welt noch eine andere, E-Fahrzeuge wurden als die überlegene Technik angesehen, wie Branchenexperte Stefan Bratzel erklärte.

Quelle: DPA