22. Mai 2019 - 6:39 Uhr

Ottmar Hitzfeld erinnert sich auch zwei Jahrzehnte später noch mit Schrecken an das verlorene Champions-League-Finale des FC Bayern gegen Manchester United. "Es war das Schlimmste, was passieren kann", sagte der 70 Jahre alte Trainer-Ruheständler der Deutschen Presse-Agentur zum legendären Fußball-Drama am 26. Mai 1999 in Barcelona.

Die Bayern um Kapitän Oliver Kahn verloren das Endspiel im Camp Nou mit 1:2, nachdem sie bis zur Nationalspielzeit durch ein Freistoßtor von Mario Basler geführt hatten. Mehmet Scholl traf in der Endphase den Pfosten, Carsten Janckers Fallrückzieher prallte an die Latte. Die 90. Minute war bereits abgelaufen, als die eingewechselten Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solksjaer das Finale mit ihren späten Toren wendeten.

Ansehen mag sich Hitzfeld das Endspiel auch 20 Jahre später nicht. "Ich habe sicherlich eine DVD irgendwo bei mir zu Hause. Aber ich habe immer lieber vergangene Triumphe angeschaut", sagte er. "Wenn man in der 90. Minute verliert, ist das eine riesige Enttäuschung. Wir waren alle deprimiert", sagte Hitzfeld.

Zwei Jahre später konnte er mit dem Bayern-Team um Kahn und Stefan Effenberg in Mailand gegen den FC Valencia dann doch noch die bedeutendste Vereinstrophäe gewinnen. "2001 waren wir auch darauf vorbereitet, dass es 120 Minuten gehen kann oder ein Elfmeterschießen", sagte Hitzfeld: "Es gehört auch das Glück dazu. Und Oliver Kahn war weltklasse im Elfmeterschießen."

Quelle: DPA