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Hitler-Foto und Nazi-Posts: Bachmann sorgt für Krach in der Pegida-Führung

Hitler-Foto und Nazi-Posts: Bachmann sorgt für Krach in der Pegida-Führung

Ermittlungen gegen den Pegida-Chef

Fotos mit 'Hitler-Bärtchen' und diverse Facebook-Posts mit ausländerfeindlichen Beleidigungen von Pegida-Chef Lutz Bachmann sorgen nicht nur für Krach in der Bewegung, der 41-Jährige ist nun auch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Diese prüft den Anfangsverdacht einer Straftat. Das sagte der Sprecher der Behörde, Wolfgang Klein.

Bachmann: Hitler-Foto und Nazi-Posts?
Dieses Foto postete Lutz Bachmann angeblich "aus Spaß".

Die Facebook-Einträge wurden vom Account AnonNewsDE veröffentlicht und sollen aus einer Unterhaltung von Bachmann mit Gleichgesinnten stammen. Als "Viehzeug, das aus gutem Grund bewacht werden muss", bezeichnet Bachmann darin Asylbewerber. Auch die Worte "Gelumpe" und "Dreckspack" fallen, und weiter: "Und nein, es gibt keine echten Kriegsflüchtlinge. Wer sich die Überfahrt, den Transport leisten kann nach Europa, der gehört nachweislich nicht zu den Bedrohten."

Statement im Laufe des Tages

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel sagte, sie könne sich noch nicht zur Echtheit äußern. Zunächst wolle sie mit Bachmann darüber sprechen. Noch im Laufe des Tages solle es eine Erklärung der Pegida dazu geben.

Der Vorfall müsse Konsequenzen haben, sagte Rene Jahn der Bild-Zeitung. "Mit so etwas will ich nichts zu tun haben." Jahn ist Mitglied im Vorstand des Pegida-Vereins, dem Bachmann vorsitzt. "Es geht hier um die gesamte Bewegung und nicht nur um eine Person", sagte er. Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel kündigte eine Erklärung noch im Laufe des Tages an.

Den selbsternannten 'Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes' war immer wieder vorgeworfen worden, Ängste und Ressentiments gegen Ausländer zu schüren. Pegida hat dies stets bestritten.

Während die Authentizität der Postings noch unklar ist, bestätigte Bachmann die Echtheit des 'Hitler-Fotos' und sprach von einem Scherz. Derzeit steht er unter Polizeischutz. Nach Morddrohungen von Islamisten gegen den Pegida-Cheforganisator hatte die Polizei in Dresden am vergangenen Montag sämtliche Kundgebungen verboten. Die Bewegung will nun am Abend in Leipzig mehrere zehntausend Anhänger mobilisieren.