Hirntote Schwangere 123 Tage im künstlichen Koma: Zwillinge kommen gesund zur Welt

12. Juli 2017 - 20:46 Uhr

Frankielen da Silva Zampoli Padilha erleidet in der 9. Woche Schlaganfall

Erstmalig haben Ärzte eine hirntote Frau 123 Tage künstlich am Leben gehalten, um ihre Schwangerschaft nicht zu gefährden. In der neunten Woche erlitt die Brasilianierin Frankielen da Silva Zampoli Padilha (21) einen Schlaganfall und war drei Tage später für hirntot erklärt worden.

Die Ärzte glaubten eigentlich nicht dran, dass die Zwillinge überleben würden. "Aber sie klammerten sich an das Leben", sagt Dr. Dalton Rivabem, der behandelnde Arzt. "Frankielens Organe waren alle intakt und arbeiteten, als wäre sie noch bei uns. Wir haben die Entscheidung getroffen, sie am Leben zu erhalten, um ihre ungeborenen Kinder zu retten. Und jeden Tag sahen wir ihnen dabei zu, wie sie normal wuchsen."

123 Tage erhielten die Ärzte die Mutter somit am Leben - die längste Zeit, die je ein Mensch künstlich am Leben gehalten wurde. Die Kinder kamen per Not-Kaiserschnitt und gesund zur Welt. Ana Vitoria wog 1400 Gramm und ihr Bruder Asaph 1300 Gramm. Die Kinder wachsen nun mit Papa Muriel Padilha, 24, und der Mutter der Verstorbenen Frau auf.